Aktuell

Gasthaus des Jahres 2024

Etwas erhöht auf der Sonnenseite des Brunecker Talkessels liegt Amaten und dort, eingebettet in saftige Wiesen und umgeben von grünem Fichtenwald, das Gasthaus „Oberraut“.
Das Gasthaus „Oberraut“ in Amaten
Seit nahezu vierzig Jahren wird der Berggasthof auf über 1.200 Höhenmetern von der Familie Feichter geführt. Die Lebensmittel für die Speisekarte stammen überwiegend aus eigener Erzeugung am Hof, die „0-Kilometer-Politik“ wird hier wahrhaftig gelebt. Gemüse, Salat und Kräuter stammen aus eigenem Garten und Gewächshaus. In der hofeigenen Mühle wird das selbst angebaute Getreide zu Mehl und Grieß verarbeitet. Auf den Wiesen rund um den Hof wachsen die eigenen Rinder auf und das Wildfleisch kommt aus den umliegenden Wäldern. All diese Lebensmittel werden natürlich und geschmackvoll zubereitet und entweder auf der schönen, ruhig gelegenen Terrasse oder in einer der stilvollen Stuben serviert.
Quelle: Evelyn Feichter / Gault&Millau

Aktuell
Der Südtiroler Köcheverband – SKV ist mit im Boot

Zusammenarbeit inspiriert „Zu Gast bei Pionieren“

Wie arbeiten Südtirols Köchinnen, Köche, Landwirtinnen und Landwirte am besten zusammen, um heimische Lebensmittel auf den Teller des Gastes zu bringen?
Die Teilnehmer:innen bei „Zu Gast bei Pionieren“ – FOTO: IDM-Südtirol
Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Pionieren“, die vom Südtiroler Bauernbund (SBB), dem HGV und IDM Südtirol sowie von Unternehmer:innen aus Tourismus und Landwirtschaft ausgearbeitet wurde.
Der Südtiroler Köcheverband – SKV ist seit kurzem neuer Partner dieser Eventreihe. Ziel der Events ist es, dass sich die teilnehmenden Gastronomen, Küchenchefs und Landwirte von besonders gelungenen Beispielen der Kooperation inspirieren lassen und miteinander vernetzen. So können sie die jeweiligen Erfordernisse und Notwendigkeiten des anderen besser verstehen und erfolgreicher Hand in Hand arbeiten.
Das Konzept von „Zu Gast bei Pionieren“ sieht deshalb vor, dass innovative Pionierbetriebe beider Sektoren ihre Türen öffnen und vermitteln, wie Vordenker:innen Herausforderungen angehen, in ihren Betrieben Trends setzen und neue Wege beschreiten.
Gastgeber beim Startevent im Eggental Anfang Oktober waren lokale Landwirte und Gastronomen. Geboten wurden geführte Touren am Hof inklusive Impulsgesprächen, und zwar mit Bio-Vielfaltsbauer, Farmfluencer und Koch Michael Pfeifer vom Eisathof und mit Anna Maria Gall vom Kronlechnerhof, wo Gemüseanbau, Kräuteranbau und eine Ochsenzucht mit Direktvermarktung betrieben werden.
Tobias Pardeller von der Franzin Alm stellte im Anschluss sein Konzept einer modernen Berghütte mit frischer, innovativer Küche vor. Abschluss der Veranstaltung war eine offene Diskussions- und Fragerunde mit den Akteuren aus dem Eggental. Dabei kam zur Sprache, welche Voraussetzungen es für eine enge Zusammenarbeit braucht: unter anderem eine bestimmte Langfristigkeit, ohne die es keine Planungssicherheit geben kann – weder beim Anbau noch in der Küche, die Wirtschaftlichkeit des Unterfangens oder auch persönliche Beziehungen auf Augenhöhe, die auf Wertschätzung und Verlässlichkeit basieren.
Neben der neuen Eventreihe sind noch eine Reihe von weiteren Initiativen und Maßnahmen zur besseren Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft geplant. So soll dieses Ziel demnächst auch bei gemeinsamen Schulprojekten und der Entwicklung von spezifischen Lernmodulen von Landwirtschafts- und Hotelfachschulen verfolgt werden.
Quelle: IDM-Südtirol / rm