Globalisierung und technologische Revolution müssen reguliert werden. Sonst drohen soziale und politische Konflikte sowie Umweltkatastrophen in großem Ausmaß.
Das Gesetz für Raum und Landschaft ist in Ausarbeitung. Es regelt einen wichtigen, elementaren Bereich für den Menschen: das Wohnen. Der KVW hat sich mit der Arche im KVW und der KVW Jugend den Gesetzentwurf angesehen und sich damit auseinandergesetzt.
#3-4/2017
Der „Tag der Solidarität“ ruft jedes Jahr neu dazu auf, die Gesellschaft mitzugestalten. Die Synode nennt den Grund: „Weil Gottes- und Nächstenliebe nicht voneinander zu trennen sind, muss sich das Doppelgebot der Liebe außer in karitativen Tätigkeiten auch in der strukturellen Dimension auswirken, im Ringen um den Aufbau einer Gesellschaft, die niemanden ausschließt und allen Lebenschancen ermöglicht.“
#1-2/2017
Jenes zu Raum und Landschaft ist das ehrgeizigste Gesetzesvorhaben dieser Legislaturperiode: inhaltlich komplex, in einem umfassenden Partizipationsprozess erarbeitet und von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung des Landes. Über Details wird noch diskutiert, die fünf Leitprinzipien stehen aber fest und geben die Richtung der Diskussion vor.
Jean Ziegler, der bekannte Globalisierungskritiker und UN-Sonderbeobachter, kritisiert die neoliberale Theorie, die den Menschen entmündigt und als ohnmächtig hinstellt. Mit Hoffnung blickt Ziegler auf die Zivilgesellschaft; wenn diese erwacht und darum kämpft, die Welt zu verändern, wird eine bessere und gerechtere Gesellschaft entstehen. Er prangert die Ungleichheit auf der Welt an, die Kinder verhungern lässt, während die Reichen immer reicher werden.
Mit dem neuen Jahresthema möchte der KVW auf die anstehenden Veränderungen in der Gesellschaft hinweisen. Als KVW sind wir ein Zusammenschluss von Menschen, die sich in unserem Land für die Solidarität unter den Mitmenschen in christlicher Überzeugung einsetzen.
#Nr. 7-8/2016
Vor einer existentiellen Gefährdung des Friedensprojekts Europas hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gewarnt. Die Europäische Union stehe „am Scheideweg“, heißt es in einer Ende April einstimmig verabschiedeten Erklärung des Rates der EKD. Die Errungenschaften Europas würden durch Populisten, Extremisten und den schwindenden Rückhalt in den Mitgliedsstaaten grundlegend bedroht.
Der Regionalflughafen Bozen ist auch für den KVW ein vieldiskutiertes Thema. Im Sinne unseres Jahresthemas wollen wir uns die sozialen „Baustellen“ unseres Landes genau anschauen und uns konstruktiv einbringen.
#Nr. 3-4/2016
Die Patronate sind Bindeglieder zwischen Bürgern und öffentlichen Einrichtungen. Ihr Betätigungsfeld ist der weite Bereich der Vor- und Fürsorge. Patronate erhalten Beiträge vom Staat und stellen dafür ihren Dienst kostenlos zur Verfügung. Den Kürzungen der finanziellen Zuwendung vom Staat der vergangenen zwei Jahre steht eine Zunahme des Arbeitsvolumens von mehr als 30 Prozent gegenüber.
Für ein echtes Miteiander sind Begegnungen notwendig. Wenn man in der Suchmaschine Google „Islamisierung“ eingibt, dann kommen über 500.000 Ergebnisse heraus. Bewegungen wie Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes), die große Anzahl der Muslime in Deutschland und Österreich, die neue Flüchtlingspolitik und die vergangenen Terroranschläge in Europa haben sicher dazu beigetragen, dass bei viele Menschen die Angst größer geworden ist. Fragen, die sich anfangs nur Experten gestellt haben, sind jetzt Fragen der Allgemeinheit geworden.
#Nr. 11-12/2015
Laudato sì - „Gelobt seist du“ - heißt es im Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi. Laudato sì nennt sich auch die zweite Enzyklika von Papst Franziskus. Die am 18. Juni 2015 in acht Sprachen veröffentlichte Verlautbarung über die Sorge für das gemeinsame Haus befasst sich mit dem Themenbereich Umwelt- und Klimaschutz und setzt Zeichen im Hinblick auf bestehende soziale Ungerechtigkeiten und auf die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen. In den internationalen Medien wurde die Enzyklika öfters als Aufruf zu einem weltweiten Umdenken und als Wendemarke in der Kirchengeschichte bezeichnet
Von seinem Selbstverständnis her ist der KVW ein Sozialverband mit christlicher Ausrichtung. Übergeordnetes Ziel ist die Gestaltung einer gerechteren, einer solidarischeren Gesellschaft. Im Mittelpunkt des KVW stehen die Prinzipien der kirchlichen Sozialverkündigung, nach denen der Mensch und nicht die Wirtschaft im Fokus der politischen Entscheidungen zu stehen hat. Wie dieser Anspruch in der jeweiligen Zeit zu verstehen ist und welche Schlussfolgerungen sich für die praktische Arbeit daraus ergeben, muss laufend neu überlegt werden. Ein wichtiger, wahrscheinlich sogar der wichtigste Beitrag in diesem Denkprozess ist die Arbeit mit dem Jahresthema des Verbandes. Für das Arbeitsjahr 2015-2016 lautet die Losung - „konstruktiv, kritisch gestalten: wir im KVW und in der Gesellschaft.“
60 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht. Die Vereinten Nationen warnen vor einer gigantischen globalen Katastrophe. Von den rund 60 Millionen Flüchtlingen sind die Hälfte noch Kinder. Nur ein Bruchteil schafft es nach Europa.
#Nr. 5-6/2015
Der KVW spürt die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen. Er wird sich dem anpassen, sich ändern und neu ausrichten müssen. Der KVW muss neue Wege zur Stärkung der Solidarität und zu mehr sozialer Gerechtigkeit einschlagen. Der KVW Vorstand wird in den nächsten Jahren neue Wege einschlagen müssen.
#Nr. 3-4/2015
„Die Erde ist für alle da”: das ist das Thema des heurigen Tags der Solidarität. Damit lädt die Diözese dazu ein, in den eigenen Überlegungen und im Gebet die Aufmerksamkeit auf den Nächsten zu richten. Die Solidarität, die Freude am Wissen, dass wir Menschen uns um den anderen kümmern können, stehen im Mittelpunkt.
#Nr. 1-2/2015
In den vergangenen Jahren hat fast jede Regierung Italiens Hand an die Arbeitsmarktregeln gelegt: Gegenwärtig diskutiert das italienische Parlament unter zum Teil dramatischen Begleitumständen den zweiten Teil des sogenannten „Jobs Act“. Auch diese Reform beruht zum größten Teil auf dem Credo, dass „Strukturreformen des Arbeitsmarktes“ notwendig sind, um diesen flexibel zu gestalten und die Wirtschaftsentwicklung zu stimulieren.
Vergabe sozialer Dienstleistungen Ausschreibungen im Sozialbereich stellen eine besondere Herausforderung dar. Soll lokalen Anbietern der Vorzug gegeben werden oder soll es einfach dem billigsten Anbieter zufallen? Im Sozialbereich spielt der persönliche Bezug zum Anbieter der Dienstleistung eine große Rolle. Deshalb sorgte im vergangenen Sommer die Ausschreibung für den Transport behinderter Kinder für große Diskussionen und Kritiken.
Stark im Miteinander - für ein soziales Südtirol Jahresthemen haben oft eineÄhnlichkeit mit einem Versprechen, das man sich zu Neujahr macht. Wenn man sich dann am Ende des Jahres fragt, was ist davon übrig geblieben, kommt oft die große Ernüchterung. Warum braucht es so etwas überhaupt? Man tut ja sowieso viel zu viel?
Sozialromantik von gestern oderZukunftshoffnung? Soziale Lehren und politische Programme wachsen stets von unten. Ihre wahren Autoren sind die leidenden Menschen. Vom erlittenen Leiden zum politischen oder kirchlichen Text braucht es dann Nach-Denker: also Leute, die sich mit einem einfühlsamen Herzen und Verstand reflektierend über das beugen, was sie in der Tuchfühlung mit den Leidenden und Bedrängten erfahren haben. Ziel des Nachdenkens ist es, in politischer Anstrengung Abhilfe zu schaffen.
25. Mai 2014: Wahl zum EU-Parlament. Seit der ersten Direktwahl im Jahr 1979 hat das Europäische Parlament seine Kompetenzen Zug um Zug ausgebaut. Heute beschließt das Parlament zusammen mit dem Ministerrat Gesetze, die in allen Mitgliedstaaten der EU gültig sind und die unser tägliches Leben betreffen.
Die soziale Frage ist in die Mitte der Gesellschaft zurückgekehrt. Alle Indikatoren weisen in dieselbe Richtung: Der Abstand zwischen oben und unten wird größer, der Armutssockel breiter, auch in Südtirol. Dies hat mit dazu beigetragen, dass Berichte über Verarmung, über Einkommen aus Arbeit, die zum Leben nicht reichen, über sozialen Abstieg - sowohl in den Medien als auch in Kreisen der Politik - vermehrt registriert werden. Überhaupt scheint soziale Unsicherheit ein Merkmal heutiger gesellschaftlicher Entwicklung zu sein.
Die Themen Rente und Altersarmut sorgten im Vorfeld zu den Landtagswahlen für Schlagzeilen. Die wahlwerbenden Parteien – alle – entdeckten ihre soziale Ader und forderten in geradezu historisch anmutender Einmütigkeit Maßnahmen zur Eindämmung von Armut im Alter. Von anderen Maßnahmen etwa zu Gunsten von Hilfsbedürftigen aller Altersstufen und Lebenslagen war im Wahlkampf so gut wie nie die Rede. Nun ist es so, dass beide Themen hochaktuell und gesellschaftspolitisch geradezu brisant sind - heute und noch viel mehr in Zukunft. Dahinter steckt die aktuelle Frage: Wie sichern wir bei angespannten öffentlichen Finanzen und einer brüchig gewordenen Rentenabsicherung eine menschenwürdige Versorgung Hilfsbedürftiger? In einer Gesellschaft, in der Arbeit zur Mangelware wird, wo familiäre Bindungen abnehmen, Mobilität und Vereinsamung zunehmen, wird der Anteil der Hilfsbedürftigen in jedem Alter tendenziell steigen....
#Nr. 11-12/2013
Zeitbanken ermöglichen und fördern bürgerschaftliches Engagement in eigener und gemeinsamer Sache. Sich gegenseitig zu helfen war und ist die wichtigste Komponente für gesellschaftliche Entwicklung und sozialen Zusammenhalt. Dies nennt man „soziales Kapital“. Es ist eine Kapitalart, die durch ihren Gebrauch entsteht und wächst. Zeit kann als Mittel des Tauschs, der Förderung sozialer Integration und Anerkennung sowie als Wertaufbewahrung genutzt werden.
#Nr. 9-10/2013
Wenn wir das Statut des KVW in die Hand nehmen, finden wir bei den Hauptaufgaben des Verbandes:„das Studium all jener Fragen, welche die Werktätigen angehen“. So ist es nur richtig, dass in der heutigen Zeit des wirtschaftlichen Umbruches auch der Frage nach dem Wert der Arbeit nachgegangen wird.
#Nr. 7-8/2013
Unter Carsharing (aus dem Englischen car „Auto“ und to share „teilen“) versteht man die gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Automobile. Im Gegensatz zur Autovermietung kann man beim Carsharing ein Auto auch kurzzeitig, bei Bedarf auch nur stundenweise benutzen. Carsharing Südtirol-Alto Adige startet ab Mitte September in Bozen, Meran und Mals.