Thema
Young and different

Jung und Bockaufs Kochen

Ist unsere Jugend wirklich so anders oder haben wir doch mehr Gemeinsamkeiten als gedacht? Die Passion am Kochen, der Drang, tolle Gerichte zu kreieren, sich weiterzuentwickeln und auch nur einmal Spaß zu haben an diesem großartigen Beruf.
Die Jugend hat Spaß, an dem was sie erschafft, sie ist auf der Suche nach Neuem und nie Dagewesenem. Dabei zerschlagen die Köch:innen von Morgen auch schon mal so manch alteingesessene Regel und alteingesessenes Rezept. Sie sind anders im Umgang, in ihren Einstellungen und auch ihre Köpfe und Uhren ticken vielleicht etwas abweichend zu dem Herkömmlichen. Vor allem im Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit. Die Jugend schafft es, eine stimmige Work-Life-Balance zu finden und diese auch zu leben. Und trotzdem oder gerade deswegen stehen sie voll und ganz zu dem Beruf der uns allen so viel gibt. Die Jungen haben Bock aufs Kochen!
Stellvertretend für die hohe Anzahl an wilden Jungen stellen wir heute vier Jungköch:innen vor. Sie stehen noch in der der Ausbildung oder haben sich bereits ein Stück in der Karriere weiterentwickeln können. Zwei von ihnen haben beim Wettbewerb Mountain Chefs unplugged im Ultental ihr Können vor großem Publikum aufgezeigt.
Wir haben eine tolle Jugend, die sich in unseren Beruf einbringt und ihr Bestes gibt. Sie wird, wie jede Generation vorher, den Grundstein für die sich stetig weiterentwickelnde Kochkultur legen. Und damit verbinden wir uns alle! Jeder von uns gibt sein Bestes, um das Feuer auf unseren Herden und Herzen zu schüren und zu zeigen, was wir alles draufhaben.
rm

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Lisa Taxer

„Durch meine Arbeit habe ich sehr viele tolle Leute kennengelernt.“
Birne in verschiedenen Texturen mit Schokolade, Pistazie und Zirbe – FOTO: s’kammerli
Jahrgang
2000
Herkunft
Österreich/Tirol/Wipptal – Navis
Ausbildung und Werdegang
Nach neun Jahren Pflichtschule startete ich am 1. August 2015 meine Kochlehre in Matrei am Brenner im Gasthof Lamm. Im Herbst 2018 schloss ich diese mit „ausgezeichnetem Erfolg” ab. Danach blieb ich weitere vier Jahre als Sous Chefin im Gasthof Lamm. Mein derzeitiger Arbeitsplatz ist das Gourmetrestaurant „s’kammerli” im Hotel Central in Nauders.
LISA TAXER im Kurzportrait
Lebensmotto?
Man lernt nie aus!
Lieblingsort?
Zuhause bei meiner Familie
Beruf/Posten?
Köchin. Ich habe keinen fixen Posten, aber ich liebe die Patisserie.
Lieblingsmenschen?
Meine Mama und meine große Schwester
Lieblingslebensmittel?
Schokolade
Lieblingsgericht?
Pasta mit Tomatensoße
Was ist für dich kochen?
Kochen ist für mich viel mehr als nur ein Beruf. Es war von Anfang an meine Leidenschaft, ich hatte immer Spaß an dem, was ich mache, vor allem wenn ich neue Sachen lerne und merke, wie ich besser werde.
Über mich
Sich mit 15 Jahren für einen Beruf entscheiden zu müssen, ist für viele sicher eine schwere Sache, doch mir war klar, dass ich Köchin werden möchte. Vor allem für meine Mutter eine Überraschung, da ich sehr heikel war und so gut wie nichts gegessen habe, doch sie unterstützte mich genauso wie der Rest meiner Familie von Anfang an. Ich bin somit die vierte Generation in unserer Familie, die den Beruf Koch/Köchin erlernt hat.
Ich war von Anfang an während meiner Lehrzeit mit Herzblut bei der Arbeit und freute mich jedes Mal, etwas Neues zu lernen. Ich machte nach meiner Lehrzeit mehrere Kurse am Wifi Innsbruck, (Diplom Patissier und Diplom Gardemanger), die ich mit gutem Erfolg abschließen konnte.
Im März 2022 stellte ich mich einer der größten Challenges in meinem Berufsleben, der Österreichischen Staatsmeisterschaften der Köche, bei denen ich den dritten Platz erreichen konnte. Durch die Staatsmeisterschaften konnte ich Wettbewerbsluft schnuppern und fing an, mich immer mehr mit dem Thema Kochwettbewerb anzufreunden. Heuer trat ich in Südtirol bei dem Wettbewerb „Mountain Chef Unplugged“ an, bei dem ich meinen ersten Sieg feiern durfte. Hoffentlich nicht meinen letzten (derzeit arbeite ich im Gourmetrestaurant „s´kammerli” im Hotel Central in Nauders, wo ich mich täglich weiteren neuen Aufgaben stelle).
Meine Ziele für die Zukunft sind, ganz ehrlich gesagt, schwer genau zu definieren, ich werde auf alle Fälle in der Küche bleiben, nur wo, das weiß ich nun auch noch nicht so ganz genau. Als erstes stehen nun nochmal im Herbst die Österreichischen Staatsmeisterschaften auf dem Programm, da ich mich dieser Challenge gerne nochmal stellen würde.
Mein Vorbild ist auf alle Fälle meine Mama Michaela, sie hat mein Leben am meisten geprägt, ohne ihre Unterstützung in allen Lebenslagen wäre ich sicher nie so weit gekommen. Doch auch erwähnt gehört meine große Schwester Natalie, die ebenfalls immer hinter mir steht, um mir den Rücken zu stärken. Man muss aber auch sagen, dass ich durch meine Arbeit sehr viele tolle Leute kennengelernt habe, mit denen ich auch in der Freizeit viel unternehme und Spaß habe. Man verbringt ja doch viel Zeit zusammen und kann vieles nur als Team meistern, da ist ein gutes Arbeitsklima bedeutend.
Was sagt dein Betrieb über dich?
Lisa ist eine junge, hochmotivierte und talentierte Köchin. Hervorzuheben sind ihre Teamfähigkeit und ihre Leidenschaft zum Beruf Koch.
Wir unterstützen Lisa gerne bei jeglichen Wettbewerben und helfen, wo wir können.
Unser Team hofft, dass Lisa uns noch lange in Nauders erhalten bleibt und weiter mit so viel Leidenschaft und Liebe bei ihrer Berufung bleibt.
Zum Betrieb
Unser Vier-Sterne Alpen-Comfort-Hotel Central ist ein 80-Bettenbetrieb, der seit Generationen in Familienhand geführt wird. Wir legen viel Wert auf eine familiäre Atmosphäre, gepaart mit bester Qualität, speziell im Bereich Küche. Seit zwei Jahren betreiben wir zusätzlich unser mit 16,5 Punkten ausgezeichnetes Gourmetrestaurant „s’kammerli“.

Mein Lieblingsrezept finden Sie auf der Webseite des SKV skv.org/liste-rezepte/