Thema
Was sagen unsere Experten

Angelika Stampfl
Präsidentin des Vereins AEB – Aktive Eltern von Menschen mit Behinderung VFG
Sie setzt sich für die Inklusion aller Menschen mit Behinderung vom ersten Tag ihres Lebens an bis zur möglichst selbstbestimmten Teilhabe an der Gesellschaft im Berufsleben und in der Freizeit ein.
„Pflege und Betreuung bedeuten für mich, da zu sein, auch wenn es schwierig wird – und das über Jahrzehnte. Eine Grenze, die ich wichtig finde, ist: Ich darf mich selbst dabei nicht verlieren. Hilfe annehmen bedeutet für mich, Verantwortung nicht allein tragen zu müssen. Liebe darf nicht bedeuten, dass man sich selbst aufgibt. Care-Arbeit sollte gesehen, anerkannt und fair verteilt werden.“
Sie setzt sich für die Inklusion aller Menschen mit Behinderung vom ersten Tag ihres Lebens an bis zur möglichst selbstbestimmten Teilhabe an der Gesellschaft im Berufsleben und in der Freizeit ein.
„Pflege und Betreuung bedeuten für mich, da zu sein, auch wenn es schwierig wird – und das über Jahrzehnte. Eine Grenze, die ich wichtig finde, ist: Ich darf mich selbst dabei nicht verlieren. Hilfe annehmen bedeutet für mich, Verantwortung nicht allein tragen zu müssen. Liebe darf nicht bedeuten, dass man sich selbst aufgibt. Care-Arbeit sollte gesehen, anerkannt und fair verteilt werden.“
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FOTO: Manuela Tessaro
Brigitte Hofer
ist Gleichstellungsrätin der Autonomen Provinz Bozen. Sie informiert und berät Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aufgrund ihres Geschlechtes eine Diskriminierung am Arbeitsplatz erfahren und kann diese auch vor Gericht vertreten.
„Füreinander zu sorgen gehört zum Leben. Doch die Hauptlast der Care-Arbeit tragen leider noch immer Frauen. Sie bleibt oft unsichtbar und unbezahlt, mit Folgen für Beruf, Einkommen und Rente. Wer pflegt, erkennt die eigenen Grenzen oft zu spät. Fürsorge darf nicht zur Selbstaufgabe werden. Wir brauchen eine gerechtere Verteilung, finanzielle Anerkennung und verlässliche Unterstützung.“
„Füreinander zu sorgen gehört zum Leben. Doch die Hauptlast der Care-Arbeit tragen leider noch immer Frauen. Sie bleibt oft unsichtbar und unbezahlt, mit Folgen für Beruf, Einkommen und Rente. Wer pflegt, erkennt die eigenen Grenzen oft zu spät. Fürsorge darf nicht zur Selbstaufgabe werden. Wir brauchen eine gerechtere Verteilung, finanzielle Anerkennung und verlässliche Unterstützung.“

Renate Rottensteiner
Leiterin der Caritas Hospizbewegung
„Care-Arbeit bedeutet für mich Zuwendung auf Augenhöhe und die Wahrung der menschlichen Würde.
Dabei gilt für die pflegende Person und die gepflegte Person, dass Liebe niemals erdrücken oder bevormunden darf. Klare Grenzen schützen vor Selbstüberforderung, denn Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen wahrer Stärke. Es ist an der Zeit, dass Care-Arbeit endlich den gesellschaftlichen und politischen Stellenwert erhält, den sie längst verdient.“
„Care-Arbeit bedeutet für mich Zuwendung auf Augenhöhe und die Wahrung der menschlichen Würde.
Dabei gilt für die pflegende Person und die gepflegte Person, dass Liebe niemals erdrücken oder bevormunden darf. Klare Grenzen schützen vor Selbstüberforderung, denn Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen wahrer Stärke. Es ist an der Zeit, dass Care-Arbeit endlich den gesellschaftlichen und politischen Stellenwert erhält, den sie längst verdient.“

Wolfgang Rigott
Präsident der Südtiroler Plattform für Alleinerziehende EO
Carearbeit bedeutet für mich den Alltag mit den Kindern und dem Haushalt komplett allein zu organisieren, und das rund um die Uhr.
Eine Grenze, die ich wichtig finde, ist zu sagen: „Stopp, jetzt brauche ich eine Pause“, damit ich meine eigenen Batterien für meine Kinder wieder aufladen kann.
Hilfe annehmen bedeutet für mich kein Zeichen von Schwäche, sondern Mut zu zeigen und Hilfsangebote zu suchen und annehmen zu können.
Liebe darf nicht bedeuten, dass ich mich selbst komplett aufopfere und vergesse, dass auch meine eigenen Bedürfnisse wichtig sind.
Care-Arbeit sollte in Südtirol viel mehr wertgeschätzt und finanziell besser unterstützt werden. Care-Arbeit ist keine reine Privatsache, sondern die Voraussetzung für eine humane Gesellschaft.
Eine Grenze, die ich wichtig finde, ist zu sagen: „Stopp, jetzt brauche ich eine Pause“, damit ich meine eigenen Batterien für meine Kinder wieder aufladen kann.
Hilfe annehmen bedeutet für mich kein Zeichen von Schwäche, sondern Mut zu zeigen und Hilfsangebote zu suchen und annehmen zu können.
Liebe darf nicht bedeuten, dass ich mich selbst komplett aufopfere und vergesse, dass auch meine eigenen Bedürfnisse wichtig sind.
Care-Arbeit sollte in Südtirol viel mehr wertgeschätzt und finanziell besser unterstützt werden. Care-Arbeit ist keine reine Privatsache, sondern die Voraussetzung für eine humane Gesellschaft.


