KVW Aktuell
Sie wehren sich
Die Menschen am Brenner haben ein klares Zeichen gesetzt. Die Politik ist aufgerufen, ihren Ruf zu hören!

Werner Atz, KVW Geschäftsführer
Das Verkehrsaufkommen auf der Brennerautobahn erreicht Jahr für Jahr neue Rekordwerte. Jedes Auto für sich stößt vielleicht weniger Schadstoffe aus, aber Lärm und Reifenabrieb bleiben gleich. Und auch emissionsarme Autos und LKW verstopfen die Straßen. Seit Jahren werden die Menschen am Brenner, und nicht nur dort, mit Versprechen abgespeist, vertröstet. Passieren tut aber wenig.
Also haben sich die Menschen im Tiroler Wipptal gewehrt und die Autobahn blockiert. Drei Stunden lang! (Alle anderen Sperren waren Entscheidungen der Behörden, nicht der Protestierenden.)
Was wurde nicht geschrieen und geklagt im Vorfeld, die Wirtschaft leide, die Menschen würden nicht mehr zu uns kommen, Italien sei vom Rest Europas abgeschnitten, das Chaos verpeste die Umwelt noch viel mehr, und stellt euch vor, das Rettungsauto kommt nicht durch! Unverantwortlich, den Brenner zu sperren. Passiert ist nicht viel. Weil sich die Autofahrer als vernünftig erwiesen haben, und sicher auch, weil dieser Tag von den Verantwortlichen für den Verkehr ordentlich geplant wurde. Die Blockade zeigt, dass die Autofahrer klüger sind als gedacht. Sie wälzen sich nicht alle über den Brenner, weil sie zu dumm sind, um an Alternativen zu denken. Sondern sie tun es, weil der Brenner so praktisch und billig ist.
Wenn das mal nicht mehr der Fall sein sollte, werden sie umdenken und neue Wege gehen, äh fahren. Das ist ein Hebel, an dem wir ansetzen können. Die Blechlawine am Brenner ist keine Naturgewalt, die über uns kommt, kein Schicksal, sonder das Ergebnis von bewusst getroffenen Entscheidungen. Und so wie die Entscheidungen der Politik diese Verkehrsbelastung mitverursacht haben, liegt es in ihrer Macht, sie zu verringern.
Keine Woche nach der geplanten Blockade stand wieder alles still. Am Fronleichnamswochenende standen die LKW von Salurn bis am Brenner Stoßstange an Stoßstange. Die Autos auf der Überholspur – dieses Wort kling wie Hohn – kamen kaum schneller voran. Und wenn was passiert wäre? Würden die Rettungswagen nicht durchkommen. An einem normalen Sommerwochenende ist das offensichtlich nicht schlimm, aber wenn die Wipptaler mal ein paar Stunden protestieren, geht gleich die Welt unter.
Also haben sich die Menschen im Tiroler Wipptal gewehrt und die Autobahn blockiert. Drei Stunden lang! (Alle anderen Sperren waren Entscheidungen der Behörden, nicht der Protestierenden.)
Was wurde nicht geschrieen und geklagt im Vorfeld, die Wirtschaft leide, die Menschen würden nicht mehr zu uns kommen, Italien sei vom Rest Europas abgeschnitten, das Chaos verpeste die Umwelt noch viel mehr, und stellt euch vor, das Rettungsauto kommt nicht durch! Unverantwortlich, den Brenner zu sperren. Passiert ist nicht viel. Weil sich die Autofahrer als vernünftig erwiesen haben, und sicher auch, weil dieser Tag von den Verantwortlichen für den Verkehr ordentlich geplant wurde. Die Blockade zeigt, dass die Autofahrer klüger sind als gedacht. Sie wälzen sich nicht alle über den Brenner, weil sie zu dumm sind, um an Alternativen zu denken. Sondern sie tun es, weil der Brenner so praktisch und billig ist.
Wenn das mal nicht mehr der Fall sein sollte, werden sie umdenken und neue Wege gehen, äh fahren. Das ist ein Hebel, an dem wir ansetzen können. Die Blechlawine am Brenner ist keine Naturgewalt, die über uns kommt, kein Schicksal, sonder das Ergebnis von bewusst getroffenen Entscheidungen. Und so wie die Entscheidungen der Politik diese Verkehrsbelastung mitverursacht haben, liegt es in ihrer Macht, sie zu verringern.
Keine Woche nach der geplanten Blockade stand wieder alles still. Am Fronleichnamswochenende standen die LKW von Salurn bis am Brenner Stoßstange an Stoßstange. Die Autos auf der Überholspur – dieses Wort kling wie Hohn – kamen kaum schneller voran. Und wenn was passiert wäre? Würden die Rettungswagen nicht durchkommen. An einem normalen Sommerwochenende ist das offensichtlich nicht schlimm, aber wenn die Wipptaler mal ein paar Stunden protestieren, geht gleich die Welt unter.

