Soziales
Die Ethik des Wandels
Was trage ich zum Wohl der Menschheit bei?

von links nach rechts die Projektgruppe: Gunther Niedermair (UFO Bruneck), Hans Peter Niederkofler, Monika Gatterer (KVW Bezirksvorsitzende Pustertal), Kambiz Poostchi, Markus Lobis (Moderator), Karin Sparber (KVW Bezirks- und Landesausschussmitglied), Dori Passler (KVW Bezirksausschussmitglied)
Diese Frage bildet den Mittelpunkt des Denkens von Kambiz Poostchi, der vor Kurzem Gast der Dialogreihe „start.klar. im UFO Bruneck“ war.
Seit 11 Jahren beschäftigt sich die vom KVW Pustertal mitgetragene Reihe mit drängenden Fragen der Zeit. Der Abend am 3. Dezember beschäftigte sich damit, wie eine neue, ethische Sicht auf Mensch, Organisation und Gesellschaft entstehen kann – eine Sicht, die die Menschheit in eine bessere Zukunft führt.
Kambi Poostchi, Architekt, Organisationsentwickler und Philosoph, hat mit dem Open System Model ein Organisationsmodell geschaffen, das auf klaren ethischen Prinzipien beruht. Es hilft nicht nur Unternehmen, sondern lässt sich auch auf die ganze Gesellschaft übertragen.
Er machte deutlich, dass wir heute an einer historischen Schwelle stehen. Alte Muster wie starre Hierarchien, Konkurrenz und das Aufteilen der Welt in „wir“ und „die anderen“ verlieren ihre Wirkung. Ethik ist für Poostchi keine moralische Zusatzregel, sondern die Grundlage für echte Entwicklung. Dabei braucht es ein neues Menschenbild. Jeder Mensch sei – wie eine alte Bahai-Weisheit sagt – „ein Bergwerk voller Edelsteine“. Das bedeutet: In jedem schlummern besondere Fähigkeiten, die zum Wohl aller gehoben werden können. Es ist Aufgabe der Gemeinschaft, einander bei dieser Entfaltung zu unterstützen.
Dieses Menschenbild widerspricht alten Vorstellungen, die Menschen in Freund und Feind einteilen. Solches Denken führt zu Spaltung und verhindert Wachstum – sowohl für Einzelne als auch für ganze Gesellschaften.
Ethik bedeutet für Poostchi zweierlei: Erstens soll jeder Mensch an sich arbeiten, reifer und stärker im Charakter werden. Zweitens soll er zum Wohl der Gemeinschaft beitragen – nicht nur für Familie oder Gruppe, sondern für die Menschheit als Ganzes. Persönliche Entwicklung ohne Beitrag macht auf Dauer leer. Beitrag ohne innere Entwicklung bleibt wirkungslos. Besonders wichtig ist diese doppelte Aufgabe, weil wir laut Poostchi heute in einer weltweiten „Sturm-und-Drangzeit“ leben. Alte Systeme brechen zusammen, neue entstehen erst langsam. Die vielen Krisen unserer Zeit sind für ihn keine Zufälle, sondern Rückmeldungen, dass unser altes Denken nicht mehr funktioniert. Krisen zeigen, dass wir unser Verhalten ändern müssen. Lernen wir nicht aus ihnen, wiederholen sie sich – oft heftiger.
Kambi Poostchi, Architekt, Organisationsentwickler und Philosoph, hat mit dem Open System Model ein Organisationsmodell geschaffen, das auf klaren ethischen Prinzipien beruht. Es hilft nicht nur Unternehmen, sondern lässt sich auch auf die ganze Gesellschaft übertragen.
Er machte deutlich, dass wir heute an einer historischen Schwelle stehen. Alte Muster wie starre Hierarchien, Konkurrenz und das Aufteilen der Welt in „wir“ und „die anderen“ verlieren ihre Wirkung. Ethik ist für Poostchi keine moralische Zusatzregel, sondern die Grundlage für echte Entwicklung. Dabei braucht es ein neues Menschenbild. Jeder Mensch sei – wie eine alte Bahai-Weisheit sagt – „ein Bergwerk voller Edelsteine“. Das bedeutet: In jedem schlummern besondere Fähigkeiten, die zum Wohl aller gehoben werden können. Es ist Aufgabe der Gemeinschaft, einander bei dieser Entfaltung zu unterstützen.
Dieses Menschenbild widerspricht alten Vorstellungen, die Menschen in Freund und Feind einteilen. Solches Denken führt zu Spaltung und verhindert Wachstum – sowohl für Einzelne als auch für ganze Gesellschaften.
Ethik bedeutet für Poostchi zweierlei: Erstens soll jeder Mensch an sich arbeiten, reifer und stärker im Charakter werden. Zweitens soll er zum Wohl der Gemeinschaft beitragen – nicht nur für Familie oder Gruppe, sondern für die Menschheit als Ganzes. Persönliche Entwicklung ohne Beitrag macht auf Dauer leer. Beitrag ohne innere Entwicklung bleibt wirkungslos. Besonders wichtig ist diese doppelte Aufgabe, weil wir laut Poostchi heute in einer weltweiten „Sturm-und-Drangzeit“ leben. Alte Systeme brechen zusammen, neue entstehen erst langsam. Die vielen Krisen unserer Zeit sind für ihn keine Zufälle, sondern Rückmeldungen, dass unser altes Denken nicht mehr funktioniert. Krisen zeigen, dass wir unser Verhalten ändern müssen. Lernen wir nicht aus ihnen, wiederholen sie sich – oft heftiger.
Poostchi warnt aber davor, nur dagegen zu sein. Viele Menschen wissen, was sie ablehnen, aber nicht, was sie aufbauen wollen. Ethisches Handeln heißt, vom „Weg-von“ zum „Hin-zu“ zu wechseln – also aktiv an Lösungen zu arbeiten. Er unterscheidet zwischen zerstörerischen Kräften, verwirrten Kräften, vernünftigen Kräften und den „Einheitsstiftern“, die am Aufbau einer neuen Ordnung mitwirken. Auch Organisationen müssen sich erneuern. Sie sollten Menschen nicht klein halten, sondern ihnen Entwicklung, Verantwortung und Sinn ermöglichen. Gute Organisationen schaffen Bedingungen, unter denen Menschen ihre Fähigkeiten entfalten und zum Gemeinwohl beitragen können.
Am Ende des Abends blieb eine klare Frage, die für jede Person und jede Gruppe gilt: Was ist mein Beitrag zum Wohl der Menschheit? Da die Welt heute enger verbunden ist als je zuvor, muss Ethik groß gedacht werden: Sie fordert, den Menschen als Ganzes zu sehen, seine Potenziale zu fördern und Verantwortung für das gemeinsame Große Ganze zu übernehmen.
Am Ende des Abends blieb eine klare Frage, die für jede Person und jede Gruppe gilt: Was ist mein Beitrag zum Wohl der Menschheit? Da die Welt heute enger verbunden ist als je zuvor, muss Ethik groß gedacht werden: Sie fordert, den Menschen als Ganzes zu sehen, seine Potenziale zu fördern und Verantwortung für das gemeinsame Große Ganze zu übernehmen.
Info
Der Abend wurde als Video aufgezeichnet. Sie finden ihn auf Youtube unter diesem Link: t1p.de/048eo
TEXT: Markus Lobis

