KVW Aktuell

Frühling an der Amalfiküste

KVW-Reise voller Eindrücke und Gemeinschaft
Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen. Florian Blaas, seines Zeichens pensionierter Forstrat und begeisterter Teilnehmer an der KVW Reise nach Amalfi hat einen beeindruckenden Reisebericht geschrieben, den wir hier gerne abdrucken.
Florian Blaas
„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, im dunklen Laub die Goldorangen glühn, ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht? …“ schreibt Johann Wolfgang Goethe im Jahr 1782. 243 Jahre später versuchen wir, an der „Costiera Amalfitana“ südlich von Neapel, zwischen Positano und Minori, Antworten auf diese Fragen zu finden.
Wir, das sind 20 Personen, 14 zählen zum „zarten“ Geschlechte, und die restlichen sechs Personen sind „starke“ Männer; allesamt Gitschn und Buam im besten Alter und mehrheitlich im verdienten Ruhestand.
Leitfigur und Anführer ist Franco, der es spielend und mit Charme schafft, seine Herde zu lenken und zu motivieren („Stiegele - Stiegele“) und mit vielen interessanten Informationen zu versorgen.
Wir legen in acht Tagen, zumeist im Gänsemarsch, rund 57 km zurück, bewältigen nach unten und oben mehr als 10.000 Treppen, wandern täglich rund 5 Stunden lang und legen nahezu 3.000 Höhenmeter (hm) aufwärts und 4.400 hm abwärts zurück.
Das Gebiet, in dem wir uns fortbewegen, ist, bis auf wenige Ausnahmen, durchwegs sehr steil und durch hohe Felswände sowie enge Täler gegliedert. Die Gegend wird von der Küstenstraße, der „Amalfitana“ (SS 163), durchquert, die durch schwierigstes Straßenbaugelände parallel zum Meer verläuft. Den Fahrern wird millimetergenaues Messen zwischen Felsen, Gebäuden und Gegenverkehr abverlangt.
Im Gelände ist man somit vorwiegend, auf vielen Steigen, Pfaden und Treppen, zu Fuß unterwegs, sowohl als Zwei-, als auch als Vierbeiner. Erstere als Rucksackträger und zweitere als Maultiere („Muli“) oder Maulesel für den Transport von Holz oder Pflanzen.
Aber „ohne Verpflegung keine Bewegung“. Das Frühstück im Hotel ist trotz seiner südlichen Lage erstaunlich mitteleuropäisch ausgerichtet und die Lunch-Pakete werden mit preußischer Organisation vorbereitet.
Am Samstag, 15. März …
… erfolgt die Anreise von Bozen mit der „Frecciarossa“. Besonders beeindruckend dabei ist die Höchstgeschwindigkeit von 299 km/h und die perfekte Organisation beim Umstieg in Bologna von einer „Freccia“ auf die andere. Von Neapel dort fahren wir mit einem Bus zum Hotel.
Am Sonntag, 16. März …
… marschieren wir vom Hotel abwärts bis Amalfi mit seiner sehenswerten Kirche zum Hl. Andreas und seiner über tausendjährigen Pforte. Heimfahrt mit Bus.
Am Montag, 17. März …
… steigen wir, nach rund halbstündiger Busfahrt, zuerst von Atrani nach Ravello hinauf, besuchen dort zuerst den Dom mit den zwei Kanzeln und danach die Villa Rufolo, bevor wir nach Minori absteigen, wo uns wieder der Bus abholt.
Am Dienstag, 18. März …
… besuchen wir ein Papiermuseum, durchqueren das Tal der Mühlen im Hinterland von Amalfi.
Am Mittwoch, 19. März …
… machen wir vom Hotel aus eine Bergtour auf
den Monte Tre Calli und genießen ein wunderbares Panorama in alle Richtungen.
Am Donnerstag, 20. März …
… wandern wir vorbei an tiefen Abgründen und mit Blick auf Capri vom Hotel aus über den „Sentiero degli Dei“ nach Positano.
Am Freitag, 21. März …
… steigen wir vom Hotel aus zum „Fiordo di Furore“ ab, der von der Amalfitana in einer kühnen Brücke überspannt wird.
Am Samstag, 22. März …
… schauen wir uns zuerst Neapel aus verschiedenen Blickwinkeln an, bevor wir wieder mit den beiden „Frecce“ nach Bozen heimkehren.
Info
Auch im nächsten Frühjahr fahren zwei Gruppen nach Amalfi.
Sa 07.03.2026 bis Sa 14.03.2026
Sa 21.03.2026 bis Sa 28.03.2026
Infos unter www.kvwreisen.eu oder in unseren Bezirksbüros.
TEXT: Florian Blaas

KVW Aktuell

KVW Hilfsfonds hat wieder geholfen

Hilfe in schweren Zeiten
Die Arbeitsgruppe des KVW-Hilfsfonds tagte erneut, um über zwei aktuelle Unterstützungsanträge zu entscheiden.
Die Anträge zeigen eindrücklich, wie schnell Menschen in Not geraten können – trotz großer Eigenleistung und Verantwortung.
Im ersten Fall geht es um eine Familie, deren Vater an einem schweren Krebsleiden erkrankt ist. Trotz Operation hat die Krankheit gestreut, der Gesundheitszustand ist ernst. Der Mann ist nicht mehr arbeitsfähig und wird zu Hause von seiner Frau gepflegt. Nach Ablauf der bezahlten Krankenzeit erhält er kein Gehalt mehr, sondern nur noch Invalidengeld. Der Termin für die Pflegeeinstufung liegt noch Monate voraus. Zusätzlich belasten Medikamentenkosten und ein laufendes Wohnungsdarlehen das ohnehin angespannte Familienbudget. Die Situation fordert die Familie finanziell wie emotional aufs Äußerste.
Der zweite Antrag betrifft eine Frau, deren Lebensgeschichte von Kindheit an von Krankheit, Unsicherheit und Belastung geprägt ist. Schon als kleines Mädchen musste sie sich um ihre kranke Mutter kümmern, zeitweise wurde sie während deren Krankenhausaufenthalten bei fremden Familien untergebracht. Diese Erfahrungen haben Spuren hinterlassen. Heute kämpft sie mit mehreren chronischen Erkrankungen und Schmerzen. Derzeit ist sie nicht arbeitsfähig. Trotz sozialem Mindesteinkommen reichen die Mittel kaum für das Nötigste – vor allem angesichts hoher Ausgaben für Zahnbehandlungen, Medikamente und andere medizinische Leistungen. Manchmal muss sie Mahlzeiten ausfallen lassen, weil das Geld fehlt.
In beiden Fällen kann der KVW-Hilfsfonds mit solidarischer Unterstützung helfen – als Zeichen dafür, dass niemand in schweren Lebenslagen allein gelassen wird.