KVW Aktuell

Einsame Stimmen mit prophetischem Charakter

Der mediale und politische Chor schreit nach militärischer Unabhängigkeit, die durch einen Kraftakt an Aufrüstung erreicht werden soll. Damit hängt eine massive Verschuldung zusammen, die dafür wie selbstverständlich in Kauf genommen wird.
Karl Brunner, Geistlicher Assistent im KVW
Länder haben das Recht, sich vor Aggressionen zu schützen und gegen Übergriffe zur Wehr zu setzen. Dabei dürfen wir uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch das Krieg ist und Krieg bedeutet: Tod, Verstümmelung, Zerstörung, … enorme äußere und innere Wunden für die Menschen in den betroffenen Regionen. In den Chor der Aufrüstungsmaschinerie mischen sich letzthin immer mehr leise Stimmen des Widerspruchs und fordern einen glaubwürdigen und intensiven diplomatischen Einsatz zur Beendigung der kriegerischen Handlungen, die die Basis für einen gerechten Frieden darstellen sollen.
Für mich sind das prophetische Stimmen. Sie erinnern uns daran, dass der Friede unser Weg ist, den wir gehen sollen. Sie erinnern uns außerdem, dass wir allein über die Produktion von Waffen und eine Politik, die „Brücken“ zerstört, nicht in der Lage sein werden, diesem Treiben ein Ende zu setzen. Dabei ist es ein Skandal und ein tagtägliches politisches Versagen, wenn Krieg herrscht.
Daran sollte man sich NIE gewöhnen und stets alles erdenklich Mögliche tun, um kreativ an Brücken und Begegnungen zu bauen, die den Frieden fördern. Unsere politischen Vertreter:innen brauchen die Stimmen, die den Frieden fordern und wir sollten lautstark einstimmen!
Es gibt auch Profiteure des Krieges, weil es um sehr viel Geld geht, das in Zukunft – dazu braucht man kein Prophet sein – im sozialen Engagement der Staaten fehlen wird. Von diesen Interessengruppen wird auch zukünftig kein Aufruf zum Frieden zu erwarten sein. Es braucht da unsere Stimme im Chor: Friede!!!
Mehr von Charly im Podcast WERT-voll leben!

KVW Aktuell
Frauen

Sophia Magnago Rose getauft

Zeichen für Frauensichtbarkeit
von links Rosa Franzelin Werth, Martha Stocker, Heidrun Goller, Waltraud Deeg und 
Werner Atz
Am 15. Mai wurde auf dem Silvius-Magnago-Platz in Bozen eine Rose auf den Namen Sophia Magnago getauft. Die duftende, ausdrucksstarke Blume steht symbolisch für die weltgewandte und eigenständige Frau an der Seite von Südtirols Landeshauptmann Silvius Magnago.
Initiatorin des Projekts war Martha Stocker, Präsidentin der Silvius Magnago Stiftung. Sie dankte der Gärtnervereinigung, dem Gemeindeverband sowie dem Landesbeirat für Chancengleichheit für die Unterstützung. Ulrike Oberhammer und Nadia Mazzardis vom Landesbeirat betonten die Bedeutung von Frauensichtbarkeit – und sahen in der Rose auch ein Gegensymbol zur Glorifizierung von Kriegshelden. Auch die engagierten Frauen des KVW Heidrun Goller, Helga Mutschlechner Holzer und Tanja Nehrdich waren bei diesem Zeichen der Anerkennung mit dabei.
Die Volkskundlerin Barbara Stocker würdigte Sophia Magnago als kulturengagierte Frau mit Stimme: In Radio und Fernsehen gestaltete sie Formate wie „Die Welt der Frau“ und „Die Frau im Blickfeld“.
Rosenpatin Nadja Ahlbrecht Kompatscher hob hervor, dass Frauen nicht nur über Leistung definiert werden dürften, sondern auch über ihr Sein – ob als Mutter, Lehrerin, Intellektuelle oder Mutmacherin.
Den feierlichen Abschluss bildete die Rosentaufe durch die Stiftung, die Südtiroler Bürgermeisterinnen und die Rosenpatin. Die Sophia Magnago-Rose ist in allen Mitgliedsbetrieben der Südtiroler Gärtnervereinigung erhältlich.