Aktuell

5 PROMILLE für die SKH

Steuernummer der Südtiroler Krebshilfe: 94004360213 - Was ist zu tun?
Weisen Sie die 5 Promille Ihrer Steuerabgaben der Südtiroler Krebshilfe zu – Sie können uns damit sehr unterstützen. Diese Zweckbestimmung der 5 Promille ist keine zusätzliche Steuer oder Abgabe, Sie geben damit kein zusätzliches Geld aus.
Was ist zu tun?
Geben Sie im Modell Unico 730 oder CU die Steuernummer der Südtiroler Krebshilfe an und unterschreiben Sie im entsprechenden Feld.
Steuernummer der Südtiroler Krebshilfe: 9400 4360 213
Falls Sie die Steuererklärung von jemand Externen machen lassen, so wird er Sie nach der Zuweisung der 5 Promille fragen.
Zuweisung auf dem Modell CU:
Wenn Sie keine Steuererklärung (Mod. 730 oder UNICO) verfassen, können Sie die 5 Promille auch auf einer Kopie des Mod. CU zuweisen, das Sie von Ihrem Arbeitgeber oder von der INPS erhalten. Auch darauf sind die vorgesehenen Felder enthalten. Füllen Sie das Feld „Wahl für die Zweckbestimmung von 5 Promille der IRPEF“ mit Ihrer Unterschrift und der Steuernummer der Südtiroler Krebshilfe aus, unterschreiben Sie ein weiteres Mal am Ende der Seite und geben Sie die Kopie in einem Umschlag ab – dieser sollte mit „Wahl für die Zweckbestimmung von 5 Promille der IRPEF“ beschriftet sein – bei der Post oder Ihrer Bank ab. Auch der Vor und Zuname sowie Ihre Steuernummer müssen dabei angegeben sein.
Wir danken herzlichst!

Aktuell

Letzte Hilfe

Ein Kurs über Sterbebegleitung. „Am Ende wissen, wie es geht"
Es gibt Erste Hilfe und Letzte Hilfe. Erste Hilfe führt ins Leben zurück. Letzte Hilfe begleitet auf dem letzten Weg. Beides ist Ausdruck einer humanen Haltung, der Bereitschaft einen anderen Menschen in extremen Situationen des Lebens zu begleiten. Was früher selbstverständlich zum täglichen Leben gehört hat, ist heute ein Tabu. Sterben macht Angst. Sterben wird ausgeklammert. Der Kurs Letzte Hilfe vermittelt Wissen, das verloren gegangen ist. Und nimmt Angst.
Entwickelt wurde das Konzept 2008 von dem dänischen Arzt Gerd Bollig. Seit 2014 werden in vor allem in nordeuropäischen Ländern und im deutschsprachigen Raum Kurse zu diesem Thema abgehalten. Kursleiter sind jeweils ein Arzt oder eine Pflegefachkraft im Tandem mit einer/m erfahrenen Hospiz- und PalliativmitarbeiterIn. Für Menschen, die von Berufs wegen mit Sterbenden zu tun haben. Für Angehörige. Für Menschen, mit einer besonderen Sensibilität, die davon überzeugt sind, dass das Sterben zum Leben gehört wie die Geburt. .
Der Bezirk Brixen hat seinen Mitgliedern im vergangenen Herbst einen solchen Kurs in zwei Treffen angeboten. Die Inhalte waren: Sterben ist Teil des Lebens. Vorsorgen und Entscheiden. Leiden lindern. Abschied nehmen. Kursleiter waren der ehemalige Hausarzt Karl Lintner und die Hospizbegleiterin Irmengard Messner. Dr. Lintner befasst sich seit vielen Jahren mit der Palliativmedizin, Irmengard Messner ist seit 16 Jahren freiwillige Mitarbeiterin des Hospizdienstes der Caritas in Brixen. „Sterben ist individuell“, betont Dr. Lintner. „Darauf muss man eingehen können.“ Für eine Letzte Hilfe braucht es Einfühlungsvermögen und Empathie. „Sterben wird immer mehr zum Tabu, sogar manche Arzt-Kollegen können nicht mehr damit umgehen,“ bedauert Dr. Lintner. „Wer sich mit Sterben befasst, kommt nicht umhin, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.“ Im Kurs wird vermittelt, offen mit den Menschen zu reden. Fragen wie, „Über was kann man reden? Welche Rituale oder Handgriffe können helfen?", sind Thema der beiden Kurstage. Dr. Lintner hat während seines Berufslebens viele Sterbende begleitet. Schon zu Beginn seines Studiums wusste er, dass er Hausarzt werden wollte. „Mein Interesse gilt dem ganzen Menschen in seiner ganzen sozialen und spirituellen Dimension. Beziehungsgeflechte interpretieren und aufschlüsseln, den Menschen als Ganzes erfassen, das fasziniert mich.“
Der Allgemeinmediziner Karl Lintner und die Hospizmitarbeiterin Irmengard Messner: Erfahrung in Begleitung auf dem letzten Weg
Irmengard Messner war Grundschullehrerin und hat als ihr Sohn seinen Studienabschluss in der Tasche hatte, selbst ein Studium aufgenommen: Sozial Arbeit an der Fakultät Brixen. Ein langgehegter Traum, den sie mit dem Master abgeschlossen hat. Ihr ist es ein Anliegen, Menschen zu helfen, sich wieder zuzutrauen ihre Sterbenden zu begleiten. „Heute sterben die Menschen isoliert im Krankenhaus oder im Altersheim. Wir müssen dazu zurückfinden, den Sterbenden nicht als Kranken zu sehen, sondern ganzheitlich, in all seinen sozialen, geistigen, psychologischen und sinngebenden Komponenten.“ Der Mensch, so Irmengard Messner, muss Abschied nehmen von all dem und viele schätzen eine sanfte Begleitung. „Viele Sterbende stellen sich Sinnfragen und suchen nach Antworten, andere möchten Erinnerungen teilen, andere wieder schätzen nur eine stille Präsenz.“ Der Sterbebegleiter muss empathisch erkennen können, was der Sterbende braucht. Eine vorsichtige Annäherung ist geboten. Will er Berührung, Zuspruch, Stille, Gebet, Musik…? Jeder Mensch hat das Recht in Würde zu gehen. „Der letzte Sinn, der erlischt ist das Gehör“, erklärt Irmengard Messner. Nicht alle Angehörigen sind sich dessen bewusst, wenn sie um einen Sterbenden versammelt sind. Darin sind sich beide Kursleiter einig: „Es ist unehrlich, nicht offen zu sein. Erklärungen können Angst nehmen.“
Der Letzte Hilfe Kurs vermittelt viele Informationen rund um das Sterben. Ein Vademecum kann er nicht geben, denn jedes Sterben ist anders und in jeder neuen Situation ist die Sensibilität des Sterbebegleiters auf´s Neue gefordert. Nützlich sind viele praktische Informationen rund um das Thema. Zu Patientenverfügung, Letztem Willen, bestimmten Handgriffen. Zur Letzten Hilfe gehört auch Trauerbewältigung. Wie hilft man den Angehörigen über den ersten Schmerz hinweg? Das letzte Modul des Kurses ist diesem Thema gewidmet. Nicht jeder trauert gleich. Kinder haben andere Bedürfnisse als Erwachsene.
In diesem Kurs, so die Bezirksvorsitzende Nives Fabbian,„sind wir letztlich nicht nur mit dem Sterben anderer konfrontiert, sondern auch mit dem eigenen." Gedanken kommen in Gang und man erkennt, dass es wichtig ist, sich beizeiten mit diesem Thema auseinanderzusetzen. „Für uns und für andere."