Thema
Wieder im eigenen Körper zuhause
Die neue Frauensportgruppe in der Breast-Unit Brixen mit Christine Teissl

Die Frauen der ersten Brustkrebssportgruppe des Brustgesundheitszentrums Brixen
Den Anstoß gab ein Buch über Krebs und Sport, das die Brixner BCN (Breastcarenurse) Franziska Penn gelesen hat. Ein Gespräch mit der Primarin Dr.in Sonia Prader und schon nahm die Idee gestalt an: eine Sportgruppe für brustoperierte Frauen. In Christine Teissl, Athletin und Coach mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur BCN hatte Franziska Penn auch schon die ideale Person gefunden, um das Projekt in die Tat umzusetzen.

BCN (Breastcarenurse) Franziska Penn

Dr. Sonia Prader, Primarin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am KH Brixen
Ganz neu ist die Idee in Südtirol nicht. Vor über zehn Jahren hat Valentina Vecellio, ehemalige Patientin, Sportlerin und Coach zusammen mit dem damaligen Primar der Gynäkologie und Direktor des Brustkrebszentrums Meran, Dr. Herbert Heidegger, eine Sportgruppe für Krebspatientinnen ins Leben gerufen und ein Buch dazu herausgegeben. In Brixen gab es ein solches Angebot bisher noch nicht.
„Die Organisation dieses kleinen Projekts war nicht ganz leicht“, gibt Dr.in Prader zu, „aber am Ende haben wir es nicht zuletzt dank Christine Teissl geschafft, eine Proberunde von acht Treffen zu starten.“ Der Hintergedanke dabei ist, dass Sport immer gut tut, besonders aber auch nach einer Krebserkrankung. „Nur sind viele Frauen unsicher, und haben Angst wegen der Narben,“ erklärt Franziska Penn. „Und sie sind alleine nicht ausreichend motiviert, um 3 – 5 Stunden Sport in der Woche zu machen“, unterstreicht Primarin Prader. Außerdem würden die Patientinnen immer jünger und hätten aus diesem Grund auch andere Bedürfnisse als vielleicht ältere Frauen. „Was nicht heißen soll, dass diese sich nicht auch angesprochen fühlen sollen von diesem Angebot!“ Christine Teissl, die nicht nur Läuferin im Nationalteam war, Coach ist und auch die Herzsportgruppe am Brixner Krankenhaus trainiert, hat zusätzlich eine Ausbildung zur BCN vorzuweisen. Auch wenn sie als solche nie gearbeitet hat, weiß sie genau, was Frauen in dieser Phase brauchen. Kennt sich aus mit Therapien und den Folgen der chirurgischen Eingriffe, weiß um die delikate psychologische Situation von Brustkrebspatientinnen.
Nach Abschluss der Probephase sind die Frauen gebeten, einen Fragebogen auszufüllen und dann wird entschieden, ob das Projekt definitiv anläuft.
„Die Organisation dieses kleinen Projekts war nicht ganz leicht“, gibt Dr.in Prader zu, „aber am Ende haben wir es nicht zuletzt dank Christine Teissl geschafft, eine Proberunde von acht Treffen zu starten.“ Der Hintergedanke dabei ist, dass Sport immer gut tut, besonders aber auch nach einer Krebserkrankung. „Nur sind viele Frauen unsicher, und haben Angst wegen der Narben,“ erklärt Franziska Penn. „Und sie sind alleine nicht ausreichend motiviert, um 3 – 5 Stunden Sport in der Woche zu machen“, unterstreicht Primarin Prader. Außerdem würden die Patientinnen immer jünger und hätten aus diesem Grund auch andere Bedürfnisse als vielleicht ältere Frauen. „Was nicht heißen soll, dass diese sich nicht auch angesprochen fühlen sollen von diesem Angebot!“ Christine Teissl, die nicht nur Läuferin im Nationalteam war, Coach ist und auch die Herzsportgruppe am Brixner Krankenhaus trainiert, hat zusätzlich eine Ausbildung zur BCN vorzuweisen. Auch wenn sie als solche nie gearbeitet hat, weiß sie genau, was Frauen in dieser Phase brauchen. Kennt sich aus mit Therapien und den Folgen der chirurgischen Eingriffe, weiß um die delikate psychologische Situation von Brustkrebspatientinnen.
Nach Abschluss der Probephase sind die Frauen gebeten, einen Fragebogen auszufüllen und dann wird entschieden, ob das Projekt definitiv anläuft.

Christine Teissl, Athletin, Coach und BCN
Das Anliegen dieses Kurses ist, die körperliche Fitness der Frauen ganz allgemein zu steigern. Sport wirkt sich insgesamt positiv auf die Psyche aus, ist ein effektiver Stimmungsaufheller. Außerdem hilft körperliche Betätigung den Frauen, ihren Körper wieder positiv wahrzunehmen. Die Gruppe ist mit acht Patientinnen klein genug, um sich spezifisch auf das individuelle Leistungsvermögen der einzelnen Frau einzustellen und jede individuell zu fördern. Manche Frau in der Gruppe ist schon länger krank, andere sind noch in der Therapie. Die Teilnahme ist möglich ab sechs Wochen nach der Operation. „In der Gruppe können die Frauen auch ihr Leid teilen, feststellen, ich bin nicht allein mit meinen Problemen und Ängsten.“ Christine Teissl differenziert auch in Bezug auf die Beschwerden der Frauen: „Eine will beweglicher werden, die andere möchte Muskeln aufbauen, ihren Körper straffen.“ Die Übungen sind eine Kombination aus Yoga, Pilates, Krafttraining. Die einstündigen Treffen sind ähnlich aufgebaut. Nach dem Aufwärmen geht es um Mobilisation und dann Kräftigung und Ausdauer. Die Teilnehmerinnen sind zwischen 40 und 50. „Ich lege allen ans Herz, die Übungen auch alleine zuhause zu machen.“ Das langfristige Ziel ist, dass sich die Frauen in ihrem Körper wieder zuhause fühlen, ihn annehmen können, ihn stärken. Und dann hat die erfolgreiche Läuferin und zweimalige Italienmeisterin Christine Teissl noch einen Herzenswunsch: „Alle zusammen am Frauenlauf teilzunehmen!

