Kommentar

Liebe Leserinnen und Leser

Rosa. Rosa Schirme, rosa Schleifen, rosa Hüte – sogar ein rosa Eiffelturm. Seit nunmehr vierzig Jahren ist der Oktober rosa. Ein Jubiläum, das uns inspiriert hat, auch diese Ausgabe der Chance in Rosa zu kleiden. Ein sichtbares Zeichen dafür, wie weit eine kleine Initiative tragen kann: Heute sind Vorsorge und einheitliche Versorgungsstandards in vielen Teilen der Welt selbstverständlich, und hunderttausende Frauen verdanken der institutionalisierten Früherkennung und der gestiegenen Sensibilisierung ihr Leben. Doch bei aller Symbolkraft: Rosa ja, aber kein Blick durch die rosa Brille, die beschönigt und die Realität verkennt.
Alles begann 1985 mit einer Partnerschaft zwischen der American Cancer Society und der Pharmaindustrie, unterstützt von Betty Ford, die während der Präsidentschaft ihres Mannes selbst an Brustkrebs erkrankte und zunächst eine einwöchige Sensibilisierungskampagne in den USA anregte. Daraus entstand der National Breast Cancer Awareness Month. Einige Jahre später – 1992 – entwickelten Alexandra Penney und Evelyn H. Lauder, Vize Präsidentin von Estée Lauder, selbst Brustkrebsüberlebende und Begründerin des Evelyn H. Lauder Brustzentrums, die Idee der rosafarbenen Awareness-Schleife. Heute zusammen mit dem rosa Monat Oktober, ein weltweites Symbol für Solidarität, Aufmerksamkeit und Engagement im Kampf gegen Brustkrebs.
Spezialisierte Brustgesundheitszentren, die sogenannten Breast-Units, wie auch die nach EUSOMA-Kriterien zertifizierte Breast-Unit Bozen und die nach der deutschen Krebshilfe zertifizierten Brustgesundheits-Zentren Brixen und Meran, in denen sich ein interdisziplinäres Team allen Aspekten der Krankheit annimmt und die Patientin als Ganzes betrachtet, sind heute Standard.
In diesen Zentren wird die Patientin – zunehmend auch der Patient – ganzheitlich betreut. Zentral ist die Breastcare Nurse: eine konstante Ansprechperson, die durch alle Schritte begleitet, Fragen beantwortet und Sicherheit gibt. Hinzu kommen PsychologInnen, PhysiotherapeutInnen sowie das gesamte medizinische Team aus Onko- und Plastischer Chirurgie, Gynäkologie und Onkologie sowie im Tumorboard RadiologInnen, RadiotherapeutInnen und PathologInnen. Unterstützt werden die PatientInnen auch durch Vereinigungen wie Krebshilfe, LILT und mamazone. Zum rosa Jubiläum haben wir der Breast-Unit Bozen einen Besuch abgestattet, und haben auch mit jenen gesprochen, die im Mittelpunkt all dieser Kompetenz und Qualität stehen: die PatientInnen. Herausgekommen ist ein informatives Kaleidoskop aus Fachwissen, Engagement, Empathie und Erlebtem.
Ich wünsche Ihnen allen ein Umfeld, das Sie trägt, viel Kraft und Hoffnung, ein schönes Weihnachtsfest im Kreis Ihrer Lieben und ein lichterfülltes Neues Jahr.
Ihre
Nicole Dominique Steiner
Nicole Dominique Steiner
Foto: Paul Starosta

Festliches Wintermenü

Kürbiscreme-Ingwer-Suppe

Zutaten


700 g Hokkaido-Kürbis (entkernt, mit Schale)
1 mittelgroße Kartoffel
1 Zwiebel
1 Stück frischer Ingwer (2–3 cm, je nach gewünschter Schärfe),
1 EL Öl
ca. 700 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Optional: Muskat, Kurkuma, etwas Zitronensaft oder Apfelessig zum Abrunden

Zum Garnieren:
Geröstete Kürbiskerne
Ein Spritzer Kürbiskernöl oder gutes Olivenöl
Frische Kräuter (z. B. Petersilie, Schnittlauch oder Koriander)
Zubereitung
Kürbis und Kartoffel in Würfel schneiden, Zwiebel und Ingwer fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel darin glasig anbraten und den Ingwer kurz mitrösten – aber nur für wenige Sekunden, damit er nicht bitter wird. Kürbis und Kartoffel hinzufügen und drei bis vier Minuten leicht anbraten, bis sich feine Röstaromen entwickeln. Mit Gemüsebrühe ablöschen und aufkochen, dann bei mittlerer Hitze etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis Kürbis und Kartoffel weich sind. Anschließend mit einem Stab- oder Standmixer fein pürieren. Ist die Suppe zu dick, etwas Brühe oder heißes Wasser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und einem Spritzer Zitronensaft oder Apfelessig abschmecken, um eine feine Frische zu erhalten. Zum Servieren in Schalen füllen und mit gerösteten Kürbiskernen sowie etwas Öl oder frischen Kräutern garnieren.