Aktuell
Bitte Herr Tumor, gib mir die Stimm’zruck
Sepp Messner Windschnur Benefizkonzerte für die Krebshilfe – Eigene Krankheitserfahrung

Foto: Othmar Seehauser
Schon zum zweiten Mal ist Sepp Messner Windschnur für die Südtiroler Krebshilfe auf die Bühne gestiegen. Nach dem Konzert in Sterzing im Mai begeisterte er im Oktober auch im Seiser Kulturhaus – mit Tiroler Charme, Witz und Musik.
Der 79-Jährige, dessen zweiter Name vom Hof seiner Geburt stammt, gibt diese Benefizkonzerte aus einem besonderen Grund: Er selbst hat die Krankheit erlebt. Dass seine Stimme – wenn auch rauer als früher – zurückgekehrt ist, empfindet er als kleines Wunder und als Antrieb, weiter zu singen.
Im Sommer 2022 auf einer Tournee begann alles harmlos mit Husten, Niesen und Kopfschmerzen. Auf einer anschließenden Tour durch Süd-, Nord- und Osttirol im folgenden Oktober passierte der Albtraum eines jeden Sängers: Nach einem Konzert wachte er ohne Stimme auf. Im Krankenhaus Bozen stellte der Arzt fest: „Hier fehlt’s.“ Der singende Malermeister aus Gufidaun hatte einen bösartigen Tumor an der Schilddrüse, der die Stimmbänder einengte. Es folgten von Anfang Januar bis Ende März eine Chemo- und eine Strahlentherapie. „Meine größte Sorge war, kann ich jemals wieder sprechen?“
Von Januar bis März unterzog er sich einer Chemo- und Strahlentherapie. Essen konnte er in dieser Zeit nur über die Nase: Astronautenkost, Brühe, Pudding. „Meine Frau Zita ist Krankenschwester und hat mir wunderbar zur Seite gestanden“, sagt er. Am Ende des Winters konnte er wieder wandern. Für den ehemaligen Bergsteiger, der vorher nie krank war und nur ein paar Bergunfälle verzeichnete, ein wichtiger Schritt zurück ins Leben.
Die Stimme kam zurück, anders und rau, aber im Mai 2023 traute er sich erstmals wieder auf eine Bühne. Musik begleitet ihn seit Jugendtagen: Mit 16 stand er erstmals mit der Gitarre auf der Bühne, später spielte er Trommel in der Musikkapelle, gründete eine Band, sang Rolling-Stones-Songs. Mit dem Aufkommen des Austro-Pops in den 1970ern begann er eigene Lieder zu schreiben– auf südtirolerisch, italienisch und ladinisch – und feierte große Erfolge.
Wissbegierig und neugierig wie immer, verwandelt er auch heute noch Eindrücke in Lieder. Auch seine Krankheit hat eines bekommen: „Bitte Herr Tumor, gib mir die Stimm’ zruck."
Im Sommer 2022 auf einer Tournee begann alles harmlos mit Husten, Niesen und Kopfschmerzen. Auf einer anschließenden Tour durch Süd-, Nord- und Osttirol im folgenden Oktober passierte der Albtraum eines jeden Sängers: Nach einem Konzert wachte er ohne Stimme auf. Im Krankenhaus Bozen stellte der Arzt fest: „Hier fehlt’s.“ Der singende Malermeister aus Gufidaun hatte einen bösartigen Tumor an der Schilddrüse, der die Stimmbänder einengte. Es folgten von Anfang Januar bis Ende März eine Chemo- und eine Strahlentherapie. „Meine größte Sorge war, kann ich jemals wieder sprechen?“
Von Januar bis März unterzog er sich einer Chemo- und Strahlentherapie. Essen konnte er in dieser Zeit nur über die Nase: Astronautenkost, Brühe, Pudding. „Meine Frau Zita ist Krankenschwester und hat mir wunderbar zur Seite gestanden“, sagt er. Am Ende des Winters konnte er wieder wandern. Für den ehemaligen Bergsteiger, der vorher nie krank war und nur ein paar Bergunfälle verzeichnete, ein wichtiger Schritt zurück ins Leben.
Die Stimme kam zurück, anders und rau, aber im Mai 2023 traute er sich erstmals wieder auf eine Bühne. Musik begleitet ihn seit Jugendtagen: Mit 16 stand er erstmals mit der Gitarre auf der Bühne, später spielte er Trommel in der Musikkapelle, gründete eine Band, sang Rolling-Stones-Songs. Mit dem Aufkommen des Austro-Pops in den 1970ern begann er eigene Lieder zu schreiben– auf südtirolerisch, italienisch und ladinisch – und feierte große Erfolge.
Wissbegierig und neugierig wie immer, verwandelt er auch heute noch Eindrücke in Lieder. Auch seine Krankheit hat eines bekommen: „Bitte Herr Tumor, gib mir die Stimm’ zruck."
Benefizkonzert in Seis
Mit Sepp Messner Winschnur
Mit Sepp Messner Winschnur
Griaß enk, frei mi dass ihr da seids, und entschuldigts meinen zweiten Stimmbruch, begrüßte Sepp Messner Winschnur am 24. Oktober in Seis sein Publikum im gutgefüllten Kulturhaus von Seis. „Wir singen euch über die schönen Sachen im Leben“, und das folgende Lied hieß dann auch tatsächlich „Schau lei olm auf die scheenen Seiten im Leben“. Auf der Bühne mit Gitarre und Mikrophon ist Sepp Messner Windschnur in seinem Element. Er strahlt und seine positive Energie taut den Saal auf und heizt die Stimmung im Saal an. Auch ein italienisches Lied trug er vor: „Sono sudtirolese…“
Lieder voll Witz und Charme, aus denen seine Kenntnis der Südtiroler Seele spricht, „A wunderboares Land, tolle Leit, nur a bissl unzufrieden…“ Und natürlich durfte das Lied nicht fehlen, dass er über seine Krankheitserfahrung geschrieben hat. „Bitt schian Herr Tumor, gib mir die Stimm zrugg und loss mein Humor… loss mior die Kroft und aufn Kopf… nou a poor Hor.“
Mit auf der Bühne mit Schlagzeug, Bass und Zieharmonika Jakob Messner, Alex Palaoro und Thomas Demetz,"Alias Giango".
Brigitta Thaler, Stellvertreterin der aufgrund einer Knieoperation verhinderten Bezirksvorsitzenden Maria Claudia Bertagnolli, hatte Sepp Messner Winschnur vor Konzertbeginn im Namen der Bezirks Bozen Salten Schlern begrüßt, ihm für das Benefizkonzert gedankt und die Tätigkeiten der Südtiroler Krebshilfe vorgestellt.
Lieder voll Witz und Charme, aus denen seine Kenntnis der Südtiroler Seele spricht, „A wunderboares Land, tolle Leit, nur a bissl unzufrieden…“ Und natürlich durfte das Lied nicht fehlen, dass er über seine Krankheitserfahrung geschrieben hat. „Bitt schian Herr Tumor, gib mir die Stimm zrugg und loss mein Humor… loss mior die Kroft und aufn Kopf… nou a poor Hor.“
Mit auf der Bühne mit Schlagzeug, Bass und Zieharmonika Jakob Messner, Alex Palaoro und Thomas Demetz,"Alias Giango".
Brigitta Thaler, Stellvertreterin der aufgrund einer Knieoperation verhinderten Bezirksvorsitzenden Maria Claudia Bertagnolli, hatte Sepp Messner Winschnur vor Konzertbeginn im Namen der Bezirks Bozen Salten Schlern begrüßt, ihm für das Benefizkonzert gedankt und die Tätigkeiten der Südtiroler Krebshilfe vorgestellt.
