Anpassung Mitgliedsbeitrag

Ab dem 1. Januar 2026


Liebe Mitglieder,
seit über 20 Jahren ist der Mitgliedsbeitrag unverändert geblieben und hat es uns ermöglicht, Unterstützung und Hilfe für diejenigen anzubieten, die sie benötigen. In diesen Jahren sind die Kosten für unsere Aktivitäten und die von uns gewährten Dienstleistungen kontinuierlich gestiegen. Um unser Engagement ohne Kompromisse aufrechtzuerhalten, haben wir beschlossen, den Mitgliedsbeitrag anzupassen.
Ab dem 1. Januar 2026 beträgt der Mitgliedsbeitrag 15 Euro pro Jahr. Diese kleine Änderung hilft uns, steigenden Kosten zu begegnen und weiterhin die bestmögliche Unterstützung für unsere Mitglieder zu leisten, indem wir Initiativen und die Dienstleistungen aufrechterhalten und weiterhin verbessern, die unsere Gemeinschaft zu einer wichtigen Anlaufstelle für Menschen mit einer Krebserkrankung machen.
Ihr Beitrag ist essenziell – dank Ihnen können wir eine Zukunft gestalten, in der sich niemand allein fühlt. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihr Vertrauen und Ihre jährliche Unterstützung.
Für Fragen oder weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit Dankbarkeit,
Maria Claudia Bertganolli, Präsidentin


Der Kommentar

Liebe Leserinnen und Leser,

Nicole Dominique Steiner
Sprachlosigkeit ist eine Begleiterscheinung von Krebs. Sich nicht mitteilen können, keine Worte finden, um dem inneren Gefühlssturm Ausdruck zu geben, Angst, Unsicherheit, Ungewissheit, Fragen auszudrücken, ist ein Empfinden, das viele Betroffene nur zu gut kennen. Nicht nur Männer, die an den einschneidenden Folgen einer Prostataoperation leiden oder Frauen, die sich zusätzlich zur Erkrankung ein neues Selbstbild und Selbstbewusstein schaffen und ihre veränderte Weiblichkeit akzeptieren müssen. Auswege aus dieser als lähmend und erstickend empfundenen Situation gibt es. Ein Tagebuch führen, das Gespräch mit dem Psycho-Onkologen, mit FreundInnen, in einer Selbsthilfe- oder Gesprächsgruppe oder auch die Begegnung mit Menschen, die dasselbe bereits erlebt haben und deshalb nicht vieler Worte brauchen, um zu verstehen, was ihr Gegenüber auszudrücken sucht. Wir Menschen sind soziale Wesen. Wir sind nicht dafür geschaffen, alleine zu leben, alles mit uns alleine auszumachen. Und wo kann man auf besseres Verständnis hoffen, wenn nicht in einer Gruppe von Menschen, die dasselbe Schicksal teilen, aber uns auf diesem schwierigen Weg schon einige Schritte voraus sind. Immer wieder stoße ich bei den Recherchen für meine Artikel für die Chance auf diesen Umstand und immer wieder zeigt sich mir, wie wichtig die Tätigkeit der Südtiroler Krebshilfe für die Betroffenen ist. Nicht nur wegen der vielseitigen und zahlreichen Hilfen, der Informations- und Aufklärungstätigkeit, der finanziellen Unterstützung, der (Rechts)Beratung, der Kurse aller Art und der Angebote für gemeinsame Freizeitaktivitäten... Nicht, um immer nur über die Krankheit zu sprechen, wie manche vielleicht befürchten mögen, sondern vor allem, um sich gegenseitig zu stützen, um mitzuteilen, „Du bist nicht allein“ oder „Ich weiß, wie du dich fühlst, kann es nachvollziehen“. Und es müssen nicht immer Worte sein, die Verständnis ausdrücken. Ein Händedruck, eine Umarmung oder gemeinsames Schweigen, tun es auch. Wenn hierzu aber befreiende Worte gefunden werden können, wenn die Blockade im Inneren sich lösen kann, der Druck weicht, weil man Erfahrung (mit)teilen kann, dann ist auch das ein wichtiger Schritt in Richtung Heilung, eine wertvolle Unterstützung für die Therapie, ein Wegweiser in ein neues Leben.
Ich wünsche Ihnen allen, dass sie Worte finden und Menschen, die bereit sind, zuzuhören und die verstehen
Nicole Dominique Steiner