Aktuell

Der neue Präsident der LILT

Dr. Ivo Gentilini: Im Zentrum stehen der Mensch als Ganzes und seine Familie
Der scheidende und der neue Präsident der Lega Italiana per la Lotta contro il Tumore, Dr. Giulio Donazzan (li) und Dr. Ivo Gentilini (re) – Foto: LILT


Nach vielen Jahren Arbeit in der Abteilung für Hämatologie, in der Tagesklinik und schließlich im Blutspendezentrum kannte Dr. Ivo Gentilini natürlich die Lega Italiana per la Lotta contro il Tumore, LILT. Der Anruf letzten Sommer kam für ihn dennoch überraschend: „Möchten Sie Nachfolger von Dr. Giulio Donazzan als Präsident unserer Vereinigung werden?“
Für den seit sechs Jahren pensionierten Onko-Hämatologen stehen in seiner neuen Funktion – wie schon während seiner beruflichen Laufbahn – die Betreuung des Patienten im Mittelpunkt, der Mensch als Ganzes und auch seine Familie. Vor der Diagnose, während und nach der Therapie. „Was kann ich persönlich zur bereits wertvollen Arbeit der LILT beitragen?“, fragte sich Dr. Gentilini und fand einige Punkte, mit denen er das bereits sehr umfassende Dienstleistungsangebot der LILT für ihre Mitglieder ergänzen könnte. Zum Beispiel die Kontakte und auch die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im sozialen Bereich verbessern – auch wenn diese vielleicht auf eine andere Weise, mit einer anderen Art der Sozialisation oder anderen Schwerpunkten arbeiten. Die Trennung zwischen italienisch- und deutschsprachigen Betroffenen, überwinden. Eine engere Zusammenarbeit mit der Südtiroler Krebshilfe, mit mamazone und anderen Organisationen, die sich für Krebspatienten einsetzen. Ein weiteres Ziel ist die Intensivierung der Informationsarbeit. Nicht nur in Bezug auf Prävention, sondern auch über ein so wichtiges Instrument wie die Patientenverfügung. Ein weiteres Anliegen ist ihm, PatientInnen zu helfen, ihre Diagnose, die Therapie sowie die vielen medizinischen Abkürzungen und Zahlen besser zu verstehen – Dinge, die für medizinische Laien oft schwer zu entschlüsseln sind. In diesem Sinne hat er bereits eine Informationsstelle eingerichtet und einen pensionierten Chirurgenkollegen eingebunden. Zudem ist es ihm ein besonderes Anliegen, die Aufklärung über die Wichtigkeit der HPV-Impfung für Mädchen und Jungen an den Südtiroler Schulen zu intensivieren.
Die LILT Bozen wurde 1986 vom damaligen Primar der Abteilung für Hämatologie am Bozner Krankenhaus, Dr. Enrico Coser, gegründet. Heute zählt sie rund 600 Mitglieder. Einer der wichtigsten Dienste – neben Aufklärungs- und Präventionsarbeit – ist die Bereitstellung von vier kleinen Wohnungen in der Nähe des Bozner Krankenhauses für PatientInnen in Behandlung und ihre nicht in der Nähe wohnenden Angehörigen während der Therapie. Der Sitz der LILT befindet sich in am W. A. Loew Cadonna Platz 10. Die LILT Bozen ist Teil der nationalen Italienischen Liga zur Krebsbekämpfung mit Sitz in Rom.

Aktuell

Eng zusammenarbeiten

Treffen zwischen den Präsidenten von SKH und LILT mit dem Primar der Onkologie


Ein informelles Treffen, um sich kennenzulernen, sich über die Ziele der eigenen Organisationen – der Südtiroler Krebshilfe (SKH) und der Liga zur Krebsbekämpfung Bozen (LILT) – auszutauschen und Kontakt mit dem Primar der Onkologie-Abteilung des Bozner Krankenhauses, Dr. Luca Tondulli, aufzunehmen. Die Landespräsidentin der SKH, Maria Claudia Bertagnolli und der neue Präsident der LILT, Dr. Ivo Gentilini, haben eines gemeinsam: den Wunsch, alle im Bereich tätigen Kräfte zu vereinen, um die Interessen ihrer Mitglieder noch besser zu vertreten.
Mit Dr. Tondulli wurde nicht nur über die Arbeit und die Angebote der beiden Organisationen für Krebspatienten gesprochen, sondern auch über die Wichtigkeit, sowohl Patienten als auch deren Angehörige aktiv in den therapeutischen Prozess einzubeziehen. Ein weiteres Thema waren die enormen Fortschritte in der Onkologie und der Behandlung der unterschiedlichen Neoplasien, die in den letzten Jahren durch die Entwicklung neuer, immer individuellerer und gezielterer Medikamente und Techniken erzielt werden konnten. In Südtirol können sich die Patienten jedenfalls darauf verlassen, dass sie nach den neuesten europäischen Leitlinien behandelt werden.