Transport und Verkehr


ASGB-Transport im Austausch mit Landesrat Daniel Alfreider

Zu einem ausführlichen Austausch hat sich die ASGB-Fachgewerkschaft Transport und Verkehr (GTV) vor kurzem mit Landesrat Daniel Alfreider getroffen. Im Mittelpunkt standen dabei mehrere aktuelle Themen, die die Beschäftigten im Transport- und Verkehrsbereich unmittelbar betreffen.
Ein wichtiges Anliegen war die Zusatzvereinbarung für die Bediensteten der SASA. Die ASGB-GTV bekräftigte dabei ihre klare Haltung: Diese Vereinbarung bringt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen echten Mehrwert, ohne dass damit zusätzliche Leistungen verbunden sind.
Breiten Raum nahm auch das Thema Zweisprachigkeitszulagen ein. Derzeit stehen diese weder den Bediensteten des Weißen Kreuzes noch dem Personal an den Informationsschaltern der STA zu. Für die Gewerkschaft ist das nur schwer nachvollziehbar, da gerade in diesen Bereichen der tägliche Umgang mit beiden Landessprachen selbstverständlich ist. Vereinbart wurde deshalb, die derzeitige Situation genauer aufzuarbeiten und dem Landesrat eine entsprechende Gegenüberstellung zu übermitteln. Angesprochen wurden außerdem die Ausschreibungen der A22 sowie jene im Schienenverkehr. Ebenso zur Sprache kam die allgemeine Lohn- und Gehaltssituation in Südtirol. Die ASGB-GTV wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass angesichts der jüngsten Abwanderungszahlen dringender Handlungsbedarf besteht.
Landesrat Daniel Alfreider bedankte sich für das Gespräch und unterstrich die Bedeutung einer konstruktiven Zusammenarbeit. Besonders der ASGB, so Alfreider, habe sich stets lösungsorientiert eingebracht.

Transport und Verkehr


Weißes Kreuz: Neuer Kollektivvertrag für 2026 bis 2028

v.l.n.r.: Ivo Bonamico, Andreas Pattis, Markus Trocker (Weißes Kreuz), Andrea Baiardo (Unternehmerverband), Hans J. Dalsass (ASGB), Martin Gianordoli und Josef Gasser (Betriebsräte), Marina Vettori (AGB-CGIL), Thomas Zöggeler (Betriebsrat) und Claudio Hopfgartner (SGBCISL).
Für die rund 570 Beschäftigten des Weißen Kreuzes wurde kürzlich der neue Kollektivvertrag für den Zeitraum 2026 bis 2028 unterzeichnet. Nach mehreren Verhandlungsrunden zwischen den Vertretern des Weißen Kreuzes und den Gewerkschaften CGIL-AGB, ASGB und SGB-CISL konnte eine Einigung erzielt werden.
Im Zentrum des neuen Abschlusses steht eine Anhebung der Mindestlöhne um insgesamt 170 Euro. Vorgesehen sind 60 Euro ab März 2026 sowie weitere Erhöhungen von jeweils 55 Euro in den Jahren 2027 und 2028.
Ein besonderes Augenmerk wurde in den Verhandlungen darauf gelegt, neben einer allgemeinen strukturellen Lohnerhöhung auch langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die mittlere Führungsebene gezielt zu berücksichtigen. Erreicht wurde dies durch die Einführung einer Erfahrungszulage für Beschäftigte mit vielen Dienstjahren und durch die Anhebung der monatlichen Funktionszulage für Turnusleiter und Praxisanleiter.
Die neue Erfahrungszulage ergänzt künftig die bisherige Dienstalterszulage. Ab dem 14. Dienstjahr besteht Anspruch auf eine monatliche Zulage von 24 Euro, ab dem 16. Dienstjahr steigt diese auf 56 Euro und ab dem 18. Dienstjahr auf 80 Euro.
Neben dem wirtschaftlichen Teil stand auch das gesamte Leistungspaket für die Angestellten im Mittelpunkt der Gespräche. So wurde vereinbart, den ergänzenden Gesundheitsfonds SaniPro aufzustocken und den zusätzlichen Pensionsfonds weiterzuführen.
Das Weiße Kreuz verfügt seit vielen Jahrzehnten über einen eigenen Kollektivvertrag erster Ebene, der in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit den Sozialpartnern erneuert wird. Er umfasst 14 Monatsgehälter sowie eine Leistungsprämie. Durch die laufenden Anpassungen konnte in den vergangenen Jahren wiederholt auf die Inflation reagiert und den Beschäftigten ein verlässlicher Rahmen geboten werden.
Nach Abschluss der Verhandlungen zeigten sich sowohl die Gewerkschaften als auch die Vertreter des Weißen Kreuzes mit dem Ergebnis zufrieden. Aus Sicht der Sozialpartner ist es gelungen, unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen ein gutes Ergebnis für die Beschäftigten zu erzielen und zugleich eine zukunftsorientierte Lösung zu vereinbaren.