Metall

Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr 2011

Das Jahr 2011 war für den ASGB Metall ein arbeitsreiches Jahr, wobei die positiven Ereignisse gegenüber den negativen überwiegten.
Als überaus positiv kann erwähnt werden, dass durchschnittlich an jedem Arbeitstag eine Gewerkschaftsversammlung abgehalten wurde; dabei wurden größten Teils positive Rückmeldungen seitens der teilnehmenden Arbeiterschaft abgegeben. Aufgrund dieser Versammlungen war es uns möglich neue Mitglieder einzuschreiben, denen wir nochmals danken möchten. Nicht zu vergessen sind auch jene Mitglieder, welche bereits seit langem unserer "Gemeinschaft" angehören und die es uns erst ermöglichen unsere Arbeit zu machen.
Ein weiteres Aufgabenfeld des ASGB-Metall, jenes der Verhandlungen mit Arbeitgebern, wurde auch dieses Jahr intensiv beackert und es konnten durchaus einige positive Abkommen abgeschlossen werden. Auch war der ASGB-Metall bei Verhandlungen mit Verbänden dabei und konnte sich positiv einbringen um die Interessen seiner Mitglieder und der Metallarbeiter zu vertreten.
Wie gesagt, es gab in diesem Jahr auch einige negative Ereignisse, zu denen die Mobilitätsverhandlungen in einigen Betrieben zählen. Bei diesen Verhandlungen, die sehr hart aber fair geführt wurden, wurde versucht die sozial verträglichste Lösung für die betroffenen Arbeitnehmer zu erzielen.
Auch wurde beobachtet, dass einige Firmen des öfteren den Lohnausgleich in Anspruch genommen haben. Generell kann gesagt werden, dass gegen Jahresende die Lohnausgleichskasse wieder mehr in Anspruch genommen wurde.
Für das Jahr 2012 hat sich der ASGB–Metall folgende Ziele gesetzt:
Mitgliederzuwachs;
Die Anzahl der Versammlungen soll auf diesem Niveau gehalten bzw. noch gesteigert werden;
Der Kontakt zu den Mitgliedern soll intensiviert werden;
Aktuelle Themen so schnell wie möglich an Mitglieder weitergeben.
Das Jahr 2012 könnte auf Grund der derzeitigen politisch und wirtschaftlich sehr angespannten Lage und der Prognosen von Experten sehr instabil werden. Aus diesem Grunde wird es auch für die Metallarbeiter ein schwieriges Jahr werden; wir müssen alles unternehmen, um die Arbeitsplätze und die bestehenden Rechte zu erhalten bzw. zu verteidigen.
Abschließend möchten der sich der ASGB-Metall allen seinen Mitgliedern, den Betriebsräten und den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit bedanken und allen frohe Weihnachten und ein Gutes Jahr 2012 wünschen.

SSG

Auch in der Schule wird kräftig gespart

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht von neuen Sparmaßnahmen die Rede ist. Obwohl von offizieller Seite immer wieder betont wird, wie wichtig Bildung und somit auch ein gut funktionierendes Schulwesen ist, wird der Rotstift immer öfter und stärker auch in der Schule angesetzt. Die Sparmaßnahmen gehen von gekürzten Außendienstkontingenten über verringerte finanzielle Mittel an die Schulen bis zu blockierten Gehältern der Lehrpersonen. Wie viel Sparkurs verträgt unsere Schule noch? Hier eine kurze Übersicht:
Gehaltsvorrückungen und Einsparungen
1. Einsparungen 2010 in der deutschen Schule
Überstunden: 710.000 Euro
Aufholkurse: 140.000 Euro
Summe Gehaltsvorrückungen 539.334,99 Euro
Jene Lehrpersonen, die im Jahr 2010 einen Gehaltssprung sowohl für die staatliche Laufbahn als auch für die Landeslaufbahn angereift haben, wurde dieser auch zuerkannt (inklusive jener mit Positionswechsel am 01.01.2011, weil dieser am 31.12.2010 angereift ist. Ebenso wurde die Erhöhung der Landeszulagen für Supplenten zuerkannt, welche im selben Zeitraum die Voraussetzungen erworben haben.
2. Einsparungen 2011 in der deutschen Schule
Überstunden: 741.665,78 Euro.
Außendienst: 528.842,42 Euro
Aufgrund des Spardekretes 78/2010 wurden die Gehaltssprünge für die staatliche Laufbahn und für die Landeslaufbahn im Jahr 2011 ausgesetzt. Auch die Zuerkennung der Landeszulage für die 2. Bzw. 3 Position für Supplenten und die Erhöhung der Landeszulage für 15 Jahre effektiven Dienst wurden nicht angewandt. Auf Nachfrage im Schulamt wird uns mitgeteilt:
„Die Landesregierung beabsichtigt, mit dem bei den Überstunden eingesparten Geld die Gehaltsvorrückungen für das Lehrpersonal für das Jahr 2011 zu finanzieren." (E-Mail Amtsdirektor Dr. Tschigg)
3. Gehaltsvorrückungen blockiert bis 2014 (Artikel in der Tageszeitung Dolomiten, 15. 9. 2011, S. 15)
4. Gehaltsvorrückungen blockiert auf zehn Jahre für alle Junglehrer und Junglehrerinnen (Tecnica della Scuola, Nr.23, 25. 7. 2011, S. 10)
Der wirtschaftliche Teil des bereichsübergreifenden Vertrages für 30.000 öffentliche Angestellte für die Jahre 2009 und 2010 wurde am 27.10.2011 unterschrieben. Er sieht 0.6 Prozent mehr Lohn ab 1.07.2009 und 0.75 Prozent ab 1.04.2010 vor. Damit ist klar, dass wir in einem LKV darüber verhandeln müssen.