Verschiedenes

GirlsJam lädt ein

Seit einigen Jahren gibt es nun bei Jam auch das GirlsJam-Angebot. Jeden Freitag von 14:00 und 16:00 lädt JAM zum Mädchennachmittag ein, es wird gespielt, gelacht, beraten, gebaut, gebastelt und gegessen.
Taschen bemalen beim GirlsJAM - FOTO: JAM
Das Besondere hierbei: Girls only! Das Angebot richtet sich ausschließlich an Jugendliche, die sich als Mädchen fühlen und wird dementsprechend auch von zwei weiblichen Mitarbeiterinnen von JAM begleitet. Die Ideen dahinter: Geschlechtersensible Arbeit, Parteilichkeit, gesellschaftskritische Haltung und Empowerment.
In unserer Arbeit stehen wir ständig unter der Anforderung geschlechtssensibel zu agieren. Dies bedeutet, dass nach wie vor Geschlechterverhältnisse im gesellschaftlichen Kontext eine große Rolle spielen und demnach auch Auswirkungen auf Jugendliche haben, die wir begleiten. Dies äußert sich in Rollenbildern, die Jugendliche haben, ihren Vorstellungen bezüglich Geschlechternormen sowie in ihrem Selbstbild. Die Offene Jugendarbeit regt hierbei an, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen, während sie sich gleichzeitig auf geschlechtsspezifische Bedürfnisse konzentriert und diese fördert. Kurz und knapp: Es geht um die Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen.
Im Rahmen der Mädchenarbeit heißt dies, den Mädchen einen geschlechtshomogenen Raum zu eröffnen, in dem es ausschließlich um ihre Bedürfnisse und Interessen geht, ohne dabei real patriarchale Einflüsse zu erleben. Während heutzutage den Mädchen sehr viel mehr Türen offen stehen als früher, könnte man sich natürlich fragen, warum es immer noch wichtig ist parteiliche Mädchenarbeit zu leisten. Dies begründet sich vor allem darin, dass Diskriminierung in unterschiedlichen Lebensbereichen leider immer noch vorhanden ist. Das äußert sich nicht nur im öffentlichen Raum, sondern wird auch in den kulturellen und sozialen Lebensraum der Mädchen übertragen. So kann beispielsweise beobachtet werden, dass Mädchen und junge Frauen unter dem Sicherheitsaspekt weniger Freiheiten haben im öffentlichen Raum zu agieren. Gleichzeitig unterliegen sie einer gesellschaftlichen Wertvorstellung, die immer noch sagt: „Ein Mädchen tut so etwas nicht“, womit ihnen ständig die Angst vor abweichendem Verhalten gespiegelt wird.
Wird auch - gesellschaftlich betrachtet – versucht, die Diskriminierung von Frauen und Mädchen aus institutionalisierten Rahmen in Form von Frauenförderungen etc. zu lösen, sind die Auswirkungen eines seit Jahren bestehenden patriarchalen Diskurses dennoch sichtbar. Besonders die derzeitige Tendenz, gesellschaftliche Problematiken in individuelle Verantwortungen zu verschieben, schafft einen enormen Druck für Frauen und Mädchen. Einen - im Rahmen der Möglichkeiten - bestehenden „drucklosen“, gewaltfreien und entspannten Raum will das GirlsJam für jugendliche Mädchen bieten. Hierbei ist es wichtig, dass trotz des geschlechtshomogenen Raumes jedes Mädchen individuell gesehen werden kann. Gerade aus einem antinormativen Zugang bezüglich Geschlechterrollen heraus ist es für JAM wichtig sichtbar zu machen, dass es „die Mädchen“ nicht gibt, sondern das es um individuelle Bedürfnisse geht. Es gibt Gemeinsamkeiten, jedoch auch Unterschiede, die JAM unterstützt, auch wenn diese nicht gesellschaftlichen Normvorstellungen entsprechen. Ein weiterer Aspekt der parteilichen Mädchenarbeit und somit auch Hintergrund des GirlsJam-Angebotes ist es, Mädchen und junge Frauen dazu zu ermutigen sich Raum anzueignen. Denn gerade in unserer Erfahrung der Offenen Jugendarbeit sind junge Mädchen imöffentlichen Raum weniger sichtbar als junge Männer. JAM ermutigt junge Frauen sich diesen Raum zu erobern und fördert deren Selbstbehauptung im gesellschaftlichen Leben.

Verschiedenes

Südtirols Katholische Jugend hat neue Vorsitzende: Doris Christina Rainer

Der neugewählte Hauptausschuss von Südtirols Katholischer Jugend
Südtirols Katholische Jugend (SKJ) ist in ein neues und abwechslungsreiches Arbeitsjahr gestartet. VertreterInnen aus allen Bezirken Südtirols trafen sich im September im Pastoralzentrum in Bozen zur Herbsttagung. Dabei wurde Doris Christina Rainer zur 1. Landesleiterin gewählt. Ihr zur Seite stehen Sara Burger und Daniel Donner als 2. und 3. Landesleiter.
Nach zwei Jahren an der Spitze von Südtirols Katholischer Jugend gab Filippa Schatzer den Vorsitz ab. „Etwas endet und etwas Neues beginnt“, so eröffnete die 1. Landesleiterin ihre Abschiedsrede und meinte weiter: „Mich hat diese Zeit sehr geprägt, es war eine Aufgabe die mich nicht belastet hat, sondern ich habe sie als sehr bereichernd empfunden.“ Die neugewählte 1. Landesleiterin, Doris Christina Rainer kommt aus Mühlbach und ist 27 Jahre alt. Sie war bisher schon Mitglied im Hauptausschuss von Südtirols Katholischer Jugend und freut sich jetzt aktiv den Verein an vorderster Stelle mitzugestalten. „Für mich bedeutet SKJ Glaube leben und erleben, Spirit spüren, Taten sprechen lassen, Wir-Gefühl, Sinn stiften und jung-cool-katholisch zu sein“, so die neugewählte Landesleiterin. Ihr zur Seite stehen Sara Burger aus dem Sarntal als 2. Landesleiterin und Daniel Donner aus Schlanders als 3. Landesleiter.
SKJ bietet buntes Jahresprogramm
Neben bewährten Aktionen und Veranstaltungen wie der JugendleiterInnen-Ausbildung, dem Europäischen Taizé-Jugendtreffen zu Silvester in Basel, der Fahrt nach Taizè zu Ostern, dem „Eurolager“ und der Adventskalenderaktion finden in diesem Jahr auch neue Jahresprogrammpunkte statt. Im Dezember findet in Zusammenarbeit mit Südtirol 1 und Radio Tirol das Projekt „Wenn ihr meine Stimme hört (Hebr 3,7)“ – Impulsgedanken zur Adventszeit statt. Junge Menschen präsentieren hierbei ihre Gedanken, Werte und Erfahrungen im Radio und setzen ein Zeichen in der Adventszeit.
In den Sommermonaten werden verschiedene freiwillige Arbeitseinsätze auf Südtirols Bergbauernhöfen geleistet. Des Weiteren steht eine Reise nach Assisi auf dem Programm und eine Tagung zum Thema „Can U beliebe it?!“