Verschiedenes

Das Team der Tiroler DialogbotschafterInnen - Rückblick und Ausblick

„Seit August sind wir ein Team von sieben Tiroler Jugendlichen und geben der Jugend auf nationaler Ebene 1 1/2 Jahre eine Stimme in politischen und gesellschaftlichen Fragen. Ich bin als einzige schon seit März 2016 tätig. Zwischen damals und heute liegen viele Treffen, Konferenzen und viel Arbeit. Anfangs wusste ich nicht, was auf mich zukommt und lerne nach wie vor. Johanna, Theresa, Berit, Fabian, Gregor und Philipp bringen neue Ideen ein und zusammen sind wir ein tolles motiviertes Team. Wir haben als SchülerIn, Lehrling, Berufstätige bzw. Studentin und Soldat beim Bundesheer unterschiedliche Lebensbereiche und decken die Altersgruppe 15 bis 19 gut ab. Das ist ein Vorteil, schließlich möchten wir viele Jugendliche erreichen.
Zu unseren Aufgaben zählen das Bewerben einer europaweiten Umfrage und das Organisieren von politischen Gesprächsrunden oder Workshops (= Lokale Dialoge). Diese Meinungen und Ergebnisse nehmen wir zu österreich- oder europaweiten Konferenzen rund um den Strukturierten Dialog mit. Solche Veranstaltungen, an denen ich schon öfter teilnehmen durfte, tragen enorm dazu bei, das europäische Gemeinschaftsgefühl zu stärken und das Bewusstsein zu schaffen, TirolerIn UND EuropäerIn zu sein. Für viele Jugendliche ist die EU nach wie vor zu weit weg. Wir DialogbotschafterInnen möchten aufzeigen, dass die EU Jugendlichen mit dem Strukturierten Dialog oder Erasmus+ Programmen viele Möglichkeiten bietet und deren „Ich bin auch ein Europäer“-Gefühl stärken. Demnächst treffen wir uns mit Jugendlandesrätin Beate Palfrader und freuen uns sehr darauf.“
Celine Mayr
Dialogbotschafterin

Verschiedenes

Schwarz Weiß ergibt bunt Musik verbindet

Kindergruppe beim Ungarischen Tanz - FOTO: Pfadfindergruppe Völs
Das Trauma Krieg, Gewalt, Entfremdung und schließlich die Flucht einer jungen Bosnierin nach Tirol waren Auslöser für diese Veranstaltung im Jahre 1993. Wenn man diese Zeit Revue passieren lässt: Was hat sich geändert? Die Wörter Flüchtling, Asylsuchende, Ausländer, ... sind Dauerthemen seit damals. Egal ob Boat People oder die Ankommenden über Land - es sind Menschen, die Hilfe brauchen, denen man als Menschen begegnen sollte. Weil diese Menschen aber mit Ablehnung und Vorurteilen konfrontiert werden und andererseits auch Ängste und Fragen auslösen, muss es Räume geben, wo man sich darüber informieren und austauschen kann. Räume, in denen diesen Menschen so etwas wie Hoffnung und Zuversicht geschenkt wird, dass die Zukunft auch für sie Positives bereithält. Andererseits ist es ein Lernort für uns, die sich schwer tun, sich in die Situation von Krieg und Flucht hinein zu versetzen.
Ein solcher Ort will das Fest „Schwarz & Weiß ergibt bunt!“ im Pfadfinderheim in Völs sein. Es war die 14. Auflage dieser Veranstaltung, die am 9. September 2017 durchgeführt wurde. Für mich als Mitverantwortlicher war es ein besonderes Fest vor allem deshalb, weil sehr viele Jugendliche aus unterschiedlichen Pfadfindergruppen sehr engagiert mitgeholfen haben bei der Vorbereitung, beim Aufbau, Abbau und bei der Umsetzung der Veranstaltung. Die große Zahl an BesucherInnen unterschiedlicher Herkunft: Ungarn, Tschechien, Syrien, Iran, Nigeria, Ägypten, Türkei, ... und natürlich VölserInnen fühlten sich sichtlich wohl. Dafür sorgten auch die verschiedenen Workshops, die wir anbieten konnten. So brachte uns der Verein ZEMIT seine Arbeit näher und lud zur Diskussion. Das Rote Kreuz konnte die TeilnehmerInnen mit dem Thema „Flucht verstehen“ aus der Reserve locken. Weiters wurde die Frage beantwortet: „Wie singt man ein Lied in Gebärdensprache?“ Die TeilnehmerInnen dieses Workshops stellten den anderen das eingelernte Lied eindrucksvoll auf der Bühne vor. Die kreativen TeilnehmerInnen konnten sich für den Workshop ungarischer Blaudruck oder Filzen entscheiden. Die Kleinen bastelten Instrumente aus Abfall oder vergnügten sich beim Spielen und Schminken. Für SpezialistInnen gab es einen Beat Box-Workshop. In der Pause luden ungarische Kinder die Menschen zum Tanzen ein und eine Band – Die Folk Rounders – untermalte musikalisch die Zwischenzeiten und den Abend. Alles in allem ein anspruchsvolles Programm am Nachmittag. Aber wer arbeitet, wird auch hungrig. Fleißige Hände produzierten unter neugierigen Blicken mancher TeilnehmerInnen ungarischen Apfelstrudel, ein ungarisches Gulasch im Kessel, eine griechische Vorspeise und syrischen Salat Tabula. Zur Kaffeepause gab es neben dem Strudel auch iranische Süßspeisen und syrisches Baklava. Wir brauchten am Schluss nur die leeren Gefäße reinigen, es schmeckte einfach zu gut.
So ging das Fest gegen Mitternacht zu Ende. Ich hoffe, dass die erhaltenen Informationen und das persönliche Gespräch beigetragen haben, das Verständnis und Miteinander zu stärken.
Bernhard Linhofer
Pfadfindergruppe Völs