Verschiedenes

Kinder- und Jugendarbeit kann was!?

aufZAQ hat im Zuge eines zweijährigen Prozesses den Kompetenzrahmen für die Kinder- und Jugendarbeit entwickelt. Dabei waren viele Organisationen, PraktikerInnen sowie ExpertInnen aus verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit beteiligt. Im Kompetenzrahmen wird dargestellt, wie Personen im Rahmen ihrer Tätigkeit in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit kompetent handeln. Er enthält die Offene Jugendarbeit sowie die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit. Im Kompetenzrahmen wird zwischen fünf verschiedenen inhaltlichen Bereichen unterschieden:
Des Weiteren wird der Kompetenzrahmen in verschiedene Niveaus unterteilt. Diese Niveaus geben Auskunft über den Grad der Anforderung, der mit den jeweiligen Handlungen verbunden ist, welche von begleiteten, assistierenden Handlungen bis zu Organisationsleitung reichen können.
Im Speziellen ist der Kompetenzrahmen ein Teil der weiterentwickelten aufZAQ-Qualitätsstandards. aufZAQ zertifiziert die Qualität von Bildungsangeboten für die Kinder- und Jugendarbeit. Um zukünftig eine aufZAQ-Zertifizierung bekommen zu können, müssen Curricula lernergebnisorientiert beschrieben werden. aufZAQ unterstützt die LehrgangsträgerInnen beim Formulieren von Lernergebnissen. Für die aufZAQ-Zertifizierung wird ermittelt, welche Lernergebnisse dann welchen Kompetenzbeschreibungen des Kompetenzrahmens entsprechen.
Im Allgemeinen können der Kompetenzrahmen und all seine Inhalte als Ressource für die Neu- und Weiterentwicklung von Lehrgängen und anderen Bildungsangeboten genutzt werden. Darüber hinaus lassen sich die Inhalte für die Erstellung von Tätigkeitsbeschreibungen, Jobprofilen, Stellenausschreibungen, Tools zur Selbsteinschätzung der eigenen Kompetenzen und Bewertungstools bei Bewerbungsverfahren adaptieren und verwenden. Der Kompetenzrahmen ist zukünftig auch als Übersetzungsinstrument von Qualifikationen der Kinder- und Jugendarbeit zum Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) verwendbar. Der NQR macht wiederum Qualifikationen über den Europäischen Qualifikationsrahmen sichtbar und vergleichbar.
Am 2. März 2018 wird in Wien die aufZAQ-Fachtagung „Kinder- und Jugendarbeit kann was!?“ stattfinden, bei der die Chancen und Einsatzmöglichkeiten des Kompetenzrahmens für Lehrgänge der Kinder- und Jugendarbeit, auch im Zusammenhang mit dem NQR, thematisiert werden. Nachmittags wird es Workshops mit ExpertInnen und PraktikerInnen geben, bei denen auch genügend Raum für offene Fragen und Diskussionen geboten werden wird.
Weitere Informationen
zum Kompetenzrahmen für die Kinder- und Jugendarbeit, zur aufZAQ-Lehrgangszertifizierung sowie zur kommenden Fachtagung befinden sich auf www.aufZAQ.at und auf www.kompetenzrahmen.at

Verschiedenes

Netzwerken ist wichtig

Die Herbsttagung der zwanzig Jugenddienste
Die Herbsttagung der Jugenddienste, welche von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) organisiert wird, ist mittlerweile ein Fixpunkt in den Kalendern der zahlreichen Mitarbeitenden der zwanzig Jugenddienste. Die jährliche Herbsttagung ist eine hervorragende Gelegenheit zum Netzwerken, Diskutieren, Themen vertiefen und regen Austausch. Und dies durch die unterschiedlichsten Formen und Methoden, beispielsweise mittels Erlebnispädagogik in Castelfeder oder mittels der Methode Open Space in Neumarkt.
Interdisziplinäre Schnittstellenarbeit
In der tagtäglichen Arbeit der Jugenddienste gibt es zahlreiche Beispiele für Netzwerke in den unterschiedlichsten Kontexten. Die zwanzig Jugenddienste Südtirols sind über die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste selbst zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Vor Ort leisten die Jugenddienste interdisziplinäre Schnittstellenarbeit, um die notwendigen Rahmenbedungen zu schaffen, so dass junge Menschen gesellschaftspolitischen Herausforderungen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden bestmöglich begegnen können.
Netzwerken und Austausch
Die zweitägige Herbsttagung, an der rund 45 Mitarbeitende der Jugenddienste teilnahmen, setzte sich intensiv mit dem Thema „Netzwerk und Austausch“ auseinander – mittels verschiedener Methode und an den verschiedensten Orten. Die beiden Erlebnispädagoginnen und Mitarbeiterinnen der AVS-Jugend Veronika Golser und Christiane Gamper beleuchteten das Thema Vernetzung, zwischenmenschliche Beziehungen und Dynamiken in der Natur, und zwar mitten im Biotop Castelfeder. Die aufgezeigten Methoden aus der Erlebnispädagogik stärkten nicht nur das Netzwerk unter den Jugenddiensten, den Mitarbeitenden der Jugenddienste aus den verschiedensten Bereichen, sondern waren auch gleichzeitig ein Input für die konkrete Arbeit vor Ort.
Der zweite Tag im Jugenddienst Unterland in Neumarkt wurde als Freiraum gestaltet: freier Raum, um sich gegenseitig zu treffen, um sich zu bewegen, dorthin zu gehen, wo man etwas erfahren oder beitragen kann, freier Raum um gemeinsam Lösungen zu finden, auf die ein Einzelner vielleicht nicht oder nur unter größten Mühen gekommen wäre, freier Raum, um sich als Unwissender mit anderen Unwissenden oder Neugierigen dem Thema Netzwerken, Austauschen zu nähern. Durch diese vielen freien Räume wurden die Jugenddienste von der Moderatorin Katharina Erlacher (Blufink) mittels der Open Space Methode begleitet. Die Teilnehmenden waren eingeladen jene Themen, die ihnen am meisten auf dem Herzen lagen, einzubringen. Das Resultat war ein bunter Mix aus Fragestellungen wie beispielsweise „Netzwerke – quo vadis?“ oder „Netzwerkarbeit im klassischen Sinn passend für Jugendliche?“ und konkrete Themen wie „Sommerprojekte“ und „Begleitung Jugendgruppen/-räumen“.
Durch Netzwerkarbeit Synergien schaffen
Systematische Vernetzung ist eine der größten Herausforderungen professionellen Handelns in allen Bereichen – dies gilt auch für die Jugendarbeit. „Durch Netzwerkarbeit werden Synergien geschaffen, Vernetzung ist mehr als die Summe der Einzelteile, jedoch muss auch in Netzwerkarbeit investiert werden und deshalb sind Treffen wie die Herbsttagung der Jugenddienste von großer Bedeutung,“ so abschließend Karlheinz Malojer, Geschäftsführer der AGJD.