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Leitartikel

Menschen bewegen

Der jetzige deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in seiner früheren Funktion als Außenminister im Rahmen des internationalen Forums „Menschen bewegen“ den für mich bedeutsamen Satz geprägt, der auch für die Jugendarbeit in unseren kleinen Ländern ein richtungweisendes Motto sein könnte: Wir müssen „einen Beitrag dazu leisten, dass in kultureller Vielfalt und in Respekt vor einander Verbindendes entstehen kann“.
Verbindendes in jeder Hinsicht. Zwischen Menschen, die in unseren Dörfern, Tälern und Städten ihr Leben gestalten, zwischen ALLEN Menschen.
Verbindendes aber genauso zwischen Ländern und Kontinenten, zwischen Menschen rund um den Globus.
„Gerade heute, in einer Zeit, in der Friedensarbeit nur noch im globalen Maßstab zu denken und zu leisten ist. Und vor allem: gerade heute, in einer Zeit, in der Krisen und Konflikte mit einer Vehemenz und Dichte auf uns einstürmen, die wir zuvor so noch nie erlebt haben“, so Steinmeier.
Verbindendes, das uns hilft, die Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen in seiner Gesamtheit in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns zu stellen; im Kleinen wie auch im Großen, im Einzelnen die auch im komplexen Gefüge des Seins, individuell und sozial.
Verbindendes schafft auch Teilhabe und Mitgestaltungsmöglichkeiten. Diese müssen wir von Kind auf so fördern, dass daraus positive Kräfte und ermächtigende Lebensgefühle wachsen können. Jeder Mensch muss im Bewusstsein groß werden können, dass er ein wichtiger, mitgestaltender Teil eines gemeinsamen Ganzen ist. Dabei ist im Besonderen auch darauf zu achten, dass wir niemanden links oder rechts, am Rande des Weges liegen lassen.
Bundespräsident Steinmeier, sich abschließend an seine jungen Zuhörer­Innen wendend: „Wir sind überzeugt: die soziale Kraft von Kultur und Bildung zu stärken, ist der beste Weg zu einer friedlicheren Welt. Zu einer Welt, in der aus Unterschieden nicht Missverständnisse, aus Missverständnissen nicht Konflikte, aus Konflikten nicht Kriege werden.“
Klaus Nothdurfter