Verschiedenes

MiniBZ – die Kinderstadt

Ein gigantisches Rollen- und Planspiel für Kinder
und Jugendliche zwischen 7 und 14 Jahren
LR Philipp Achammer im Interview in der Kindergemeinde
Die Kinderstadt Mini BZ ist ein riesiges Rollen- und Planspiel und wird live gespielt. Sie wurde in Anlehnung an die Spielstadt Mini München begonnen. Alle Kinderspielstädte in Europa und in der Welt werden ungefähr nach diesem Muster durchgeführt.
Das Spiel stellt eine echte Miniaturstadt dar: die Kinder finden eine Inszenierung vor, welche die wichtigsten Bereiche einer modernen Stadt reproduziert. Diese Inszenierung dient als Spiel- und Erfahrungsraum. In der Kinderstadt Mini Bz gibt es Bürgermeister, Gemeinderat, Handwerkerzone, Arbeitsamt, Bank und eine eigene Währung (EURO-G{H}elli), Spiele, Stadttheater, Tageszeitung, Fernsehsender, Restaurant und vieles andere mehr. Die Kinderstadt ist eine einzigartige Erfahrung und eine Schule des Lebens. Der VKE organisiert dieses gigantische Rollenspiel seit 1990 bereits zum 16. Mal.
Die Besonderheit ist ihr Ernstcharakter, eine ernste Sache, wie für die Erwachsenen das Arbeiten, obwohl es ein Spiel bleibt. Die Kinderstadt setzt sich gegen die Medialisierung der Kinderwelt ein. Durch eine so viel wie möglich wirklichkeitsnahe und spielerische Umwelt soll den Kindern die Möglichkeit geboten werden, einige Grundbegriffe für ihr heutiges und zukünftiges Leben praktisch und konkret zu erkennen, zu erfahren und zu erlernen.
Die Erwachsenenwelt versucht immer mehr, die Kinder in eine Scheinwelt ohne Bezüge zur Wirklichkeit abzusondern. Die Erkenntnisse der Kinder werden immer mehr vermittelt (durch Eltern, LehrerInnen, Bücher, Fernseher, usw.) oder kommen vom Zuhören oder Zuschauen und leider immer weniger vom Handeln, vom selbst Erleben, Erproben und Erfahren.
Jedes Kind kann in der Kinderstadt selbst bestimmen, inwieweit und wie lange es sich ins Spiel einlassen möchte, d.h. jedes Kind kann auch nach Belieben kommen und gehen. Die BetreuerInnen haben in dieser Hinsicht eine beschränkte Aufsichtspflicht und Mitspracherecht.
Die Kinderstadt hat nicht den Anspruch eine perfekte Wiedergabe der Wirklichkeit zu sein: es geht vielmehr darum, Funktionen und Zusammenhänge so darzustellen, dass sich für die Kinder Handlungs- und Spielräume ergeben.
In diesem Jahr sind in Bozen ungefähr die Hälfte der BetreuerInnen MigrantInnen der zweiten Generation. Sie stammen aus Albanien, Serbien, Pakistan, Türkei, Marokko, Afghanistan, Senegal, Niger, Kolumbien, Moldavien, Bolivien, Rumänien, Indien, Elfenbeinküste, Nigerien, Iran, Ecuador. 30% sind italienischer, 10% deutscher Muttersprache und 8% kommen aus zweisprachigen Familien (deutsch-italienisch).
Seit 2015 öffnet MiniBZ ihren Stadtteil im Freien wieder. Das heißt, im Europa-Park wurde ein Bauernhof (mit Ponys, Hasen, Meerschweinchen u.a.m.) und - neu - eine Baustelle für Holzhütten mit Pallets und Brettern errichtet. Außerdem werden auch Kunstaktionen, Gartenarbeit und ein Imbiss mit Wasserspielen angeboten. Das Freigelände wird durch eine Pedibuslinie mit der Stadthalle verbunden. Diese Pedibuslinie wird von Erwachsenen begleitet und betreut, so wie alles andere auch in MiniBZ.
Alt Bewährtes
Die Spielregeln und die geplanten Aktivitäten der 16. Kinderstadt MiniBZ sind bereits traditionell: Arbeit, Bank, Geld (Euroghelli), Tageszeitung, TV, Rathaus, Kino, Theater, Taxis und alle Merkmale einer modernen Stadt, wo nur Kinder BürgerInnen und HauptdarstellerInnen sind. Dieser Aspekt sollte in besonderer Weise betont werden, denn es ist eine Eigenschaft, welche nur die Kinderstadt MiniBZ kennzeichnet und sie von allen anderen Angeboten unterscheidet. Die Kinderstadt MiniBZ ist eine Schule des Lebens, die Mädchen und Jungen nie mehr vergessen. Wir sind der Meinung – wohl voreingenommen – dass MiniBZ das schönste Spiel der Welt ist!
Termine
MiniBZ beginnt immer im Juni sofort nach Schulende und dauert drei Wochen mit 15 Spieltagen. Sie wird seit 2013 jedes Jahr angeboten, um gezielter auf Bedürfnisse und Erwartungen von Familien und Kindern eingehen zu können.
Das Kulturprogramm
MiniBZ 2017 möchte viele Möglichkeiten für inter- und multikulturellen sprachlichen Austausch anbieten. Dank der Zusammenarbeit mit Kulturverbänden und -vereinen (Kunst, Chöre, Tanz, Musik, Theater, Volkskunst, etc.) wurden bei MiniBZ 2017 Kinderkulturgruppen aus ganz Südtirol einladen, ihre künstlerischen Aktivitäten auf der Bühne der Kinderstadt vorzustellen. Südtirol ist reich an kulturellen Veranstaltungen von Kindern bis zum 14. Lebensjahr, die mit Theater, Musik und anderen Künsten öffentlich auftreten.
Die Kinderstadt MiniBZ 2017 ermöglichte allen diesen Gruppen ihre Kunst auch in MiniBZ, den BürgerInnen (alles Kinder im Alter 7-14) vorzustellen. Ihr Aufführung in der Kinderstadt ist eine Chance für die Wertschätzung des großen künstlerischen und kulturellen Erbes Südtirols (auch der kleinen Dörfer in den Tälern), das den „StädtlerInnen“ oft nicht bekannt war. MiniBZ soll ein Ort des Austausches und des Dialogs zwischen den Kulturen sein. Auf der einen Seite steht die überwiegend italienische Kultur in Bozen, die von Tag zu Tag immer „gemischter“ wird und sehr stark nach „außen“ in die ganze Provinz wirkt. Auf der anderen Seite steht die Kultur der Täler und Dörfer mit ihrer verwurzelten Tradition, welche stets mit großer Sorgfalt und Leidenschaft gepflegt wird. Dieser Austausch kann auch ein sprachlicher sein, da alle Kinder in Bozen und in Südtirol dieselben Lernschwierigkeiten beim Erlernen der jeweiligen zweiten Sprache erleben. Für das Kulturprogramm entstand eine neue Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Theaterverband, dem Südtiroler Chorverband, dem Verband der Südtiroler Musikkapellen, der AG Volkstanz in Südtirol und andere. Sie alle halfen bei der Suche nach Kinderkulturgruppen mit, die ihre Shows auf der Bühne von MiniBZ anbieten konnten, um dann den ganzen Tag spielend als BürgerInnen von MiniBZ zu verbringen.
Marke „Green Event“
Nach den bisher positiven Erfahrungen wird auch bei MiniBZ 2017 die Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut fortgeführt. Es begleitet MiniBz auf den Weg zur Marke „Green Event“, welche von der Landesagentur für Umwelt erteilt wird. Green Events sind Veranstaltungen, die nach umweltgerechten Kriterien nachhaltig geplant, organisiert und umgesetzt werden. Dabei sind Energieeffizienz, Abfallmanagement, regionale Wertschöpfung sowie soziale Verantwortung die wesentlichen Faktoren. Hier soll auch daran erinnert werden, dass MiniBZ seit 2011 eine CO2-neutrale Veranstaltung ist und zwar durch das jährliche Pflanzen von neuen Bäumen. Natürlich werden all diese Themen INS Spiel gesetzt!
Infos:


minibz.vke.it Zu „Mini-München“
finden Sie Informationen unter
www.mini-muenchen.info. Zu weiteren Kinderspielstadt-Projekten unter „Kinderspielstadt“ oder „Città giocosa“ durch Benutzung einer Suchmaschine


Verschiedenes

Bundesjugendsingen 2017

Tiroler Jugendchöre begeisterten beim Bundesjugendsingen 2017
Drei Auszeichnungen für stimmgewaltige Auftritte
Der Jugendchor „Stimmpfeffer“ aus Hall in Tirol bekam das Prädikat „Ausgezeichnet“ und erreichte österreichweit eine der höchsten Punktebewertungen. – FOTO: Land Tirol
Ein vielseitiges Programm und stimmenstarke Darbietungen – beim Bundesjugendsingen vom 23. bis zum 26. Juni 2017 in Graz zeigten rund 1.500 SängerInnen zwischen sechs und 26 Jahren aus ganz Österreich ihr Können – darunter 136 junge Chortalente aus Tirol. Die überzeugendsten Chöre wurden mit den Prädikaten „Ausgezeichnet“, „Sehr gut“ und „Gut“ prämiert – drei Mal ging ein solches nach Tirol: Der Schulchor „Silberstimmen“ des Realgymnasiums Schwaz und der Kammerchor „Cantoholics“ des Musikgymnasiums Innsbruck erhielten jeweils das Prädikat „Sehr gut“. Der Jugendchor „Stimmpfeffer“ aus Hall in Tirol wurde mit dem Prädikat „Ausgezeichnet“ belohnt und erhielt darüber hinaus noch eine besondere Auszeichnung für herausragende vokale Bearbeitung eines Volksliedes.
Tiroler Chöre vorne mit dabei
Ebenso hervorragende Auftritte lieferten die Tiroler Chöre der Volksschulen und Neue Mittelschulen, für die es allerdings kein Wertungssingen beim Bundesjugendsingen gibt. Unter ihnen waren die 4a-Klasse der Volksschule Steinach am Brenner, die 2c-Klasse der Musik-Volksschule Matrei in Osttirol und der Schulchor der Neuen Musikmittelschule Paznaun. „Die Kinder und Jugendlichen haben gesangliche Höchstleistungen erbracht und aufgezeigt, welch enormes Potenzial an musischen und gesanglichen Talenten in unserem Land vorhanden ist. Ihnen allen gebühren Respekt und Anerkennung“, freute sich LRin Palfrader über die beachtlichen Auftritte der Tiroler Kinder- und Jugendchöre.
Traditionsreiche Veranstaltung
Das Bundesjugendsingen findet in Österreich seit 1948 alle drei bis vier Jahre statt und ist eine Aktion der Länder und des Bundesministeriums für Familien und Jugend sowie des Bundesministeriums für Bildung. Nach den „Festen der Stimmen“ in allen Tiroler Bezirken und den jeweiligen Landesjugendsingen in allen Bundesländern, an denen österreichweit rund 40.000 junge ChorsängerInnen teilnahmen, traten die rund 60 Siegerchöre beim Bundesjugendsingen an. Damit handelt es sich um das größte Chorfestival in Europa.