Verschiedenes

Berg Verrückt

750 BesucherInnen bei Vortragsreihe der AVS Jugend
Im Rahmen von vier Vortragsabenden im März 2017 begeisterten junge BergabenteurerInnen des Alpenverein Südtirol ein breites Publikum mit authentischen Reisevorträgen zur JugendführerInnenfahrt nach Island und den beiden ALPINIST-Fahrten in die Türkei und nach Südafrika.
Das Jahr 2016 war aus Sicht junger BergabenteurerInnen im AVS ein ganz Besonderes. Zu drei Reisen in ferne Länder sind junge bergbegeisterte SüdtirolerInnen mit der Alpenvereinsjugend Südtirol aufgebrochen. JugendführerInnen aus ganz Südtirol verbrachten gemeinsam eine zweiwöchige Trekkingreise in Island, während junge Südtiroler AlpinistInnen im Rahmen des AVS-Projekts ALPINIST an einer Skitourenfahrt in die Türkei und einer Kletterreise nach Südafrika teilnehmen konnten.
Einsame Gipfel I Einzigartige Landschaften I fremde Kulturen
Der AVS Jugend ist es ein großes Anliegen, jungen AlpinistInnen aus ganz Südtirol die Möglichkeit zu bieten, wertvolle Erfahrungen in den Bergen der Welt zu sammeln, gemeinsame Abenteuer zu erleben, verschiedene Alpinsportarten in fremden Ländern auszuüben und dabei auch neue Kulturen kennen zu lernen. So sind auch in den nächsten Jahren Reisen geplant – die nächste ALPINIST-Fahrt, Rissklettern in China, steht bereits im Herbst 2017 an.
Authentische Vorträge begeistern 750 BesucherInnen
Die drei Reisen in völlig unterschiedliche Welten hat die AVS Jugend als Ansporn genommen, gemeinsam mit den TeilnehmerInnen an vier Vortragsabenden - in Bruneck (UFO), Feldthurns (Castaneum), Bozen (Filmclub) und Algund (Thalguterhaus) - einem breiten Publikum vorzustellen. Somit konnten die drei einzelnen Projekte auch in einem besonderen Rahmen abgeschlossen werden.
Die Vorträge mit beeindruckenden Bildern und Videoausschnitten wurden von den TeilnehmerInnen selbst zusammengestellt und vorgetragen. Lustige Anekdoten, ganz persönliche Erfahrungen, bleibende Gruppenerlebnisse, aber auch das Ansprechen von Hürden und Schwierigkeiten machten die Vorträge zu sehr authentischen Reiseberichten, was bei den BesucherInnen für viel Beifall sorgte. Für die Vortragenden selbst war die Aufbereitung ihrer Erfahrungen für diese gelungene Vortragsreihe nicht nur eine Gelegenheit, andere junge Menschen zu animieren, sondern gemeinsam noch einmal auf eine unvergessliche Zeit zurückzublicken.

Verschiedenes
JugendreferentInnenkonferenz in Krems

Rauchverbot bis 18 ist auf Schiene

Jugendschutz vereinheitlichen: StR Czernohorszky (Wien, 2. von li.), LRin Berthold (Salzburg, 3.von li.), LRin Palfrader (Tirol), LR Wilfing(Niederösterreich, 3. von re.), LH Wallner (Vorarlberg, 2. von re.) mit BundesjugendvertreterInnen (li. und re.). - FOTO: NLK / Filzwieser
Ende März kamen die JugendreferentInnen aller Bundesländer und aus Südtirol mit der zuständigen Ministerin Sophie Karmasin zusammen, um über jugendpolitische Themen zu diskutieren.
Auf Initiative von Tirols Jugendlandesrätin Beate Palfrader war einer der zentralen Punkte auf der Agenda die Einführung des Rauchverbotes für Jugendliche bis 18 Jahre: Nach eingehender Diskussion einigten sich die Länder auf eine entsprechende bundesweite Harmonisierung der Jugend(schutz)gesetze. „Mit der Anhebung des Schutzalters haben wir einen zukunftsweisenden Beschluss gefasst: Wir vergrößern die Hemmschwelle für den Griff zur ersten Zigarette und schaffen damit noch mehr Bewusstsein für die Gefahren des Tabakkonsums sowie des Konsums anderer jugendgefährdender Waren“, betonte LRin Palfrader.
Das einheitliche Schutzalter soll bis spätestens Mitte des Jahres 2018 in den jeweiligen Landesgesetzen österreichweit verankert werden. Im Rahmen des Tiroler Jugendförderungs- und Jugendschutzgesetzes sind jugendgefährdende Waren wie Shishas, Wasserpfeifen oder E-Zigaretten von der Anhebung des Schutzalters mitumfasst.
Weitere Harmonisierungen und verstärkte Prävention
Weiteres wurde im Rahmen der Tagung eine Länder-Arbeitsgruppe zur Harmonisierung anderer jugendrelevanter Bestimmungen hinsichtlich Ausgehzeiten und Alkohol eingerichtet. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll außerdem verstärkte Präventionsmaßnahmen erarbeiten. Um mit den Jugendlichen in Diskussion treten zu können, gelte es neue Zugänge – vor allem online und mithilfe Sozialer Medien – zu schaffen. Dass Österreich im internationalen Vergleich eine besonders hohe Zahl an jugendlichen RaucherInnen aufweist, ist für LRin Palfrader Anlass, um zu handeln: „Verbote allein reichen nicht, um junge Menschen zu schützen. Begleitend dazu bedarf es bewusstseinsbildender Maßnahmen sowie einer Persönlichkeitsstärkung junger Menschen im Umgang mit Suchtmitteln und Gruppendynamik.“ Ebenfalls sensibilisiert werden sollen Eltern, Erziehungsberechtige, Lehrpersonen und Verantwortliche der außerschulischen Jugendarbeit in ihrer Verantwortung als Vorbilder.
Tirol übernimmt Vorsitz 2018
Das Land Tirol übernimmt im kommenden Jahr den Vorsitz der JugendreferentInnenkonferenz – LRin Palfrader sprach im Rahmen der Veranstaltung die Einladung an die Länder aus. Außerdem wurde das Land Tirol bzw. Reinhard Macht als Leiter des Bereichs „Jugend“ der Abteilung Gesellschaft und Arbeit als Ländervertreter in der EU-Ratsarbeitsgruppe „Jugend“ und Rat „Jugend“ bestellt.