Themenparcours

Fashion Revolution

Wanderausstellung zur weltweiten Bekleidungsindustrie
Wie viel verdient eine Näherin in Bangladesch? Wo wird Baumwolle angebaut und wie viel wird gespritzt? Welchen Weg legt das T-Shirt zurück, um in unserem Kleiderschrank zu landen und auf welche Siegel können wir achten?
zehn übergroße T-Shirts geben Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen.
Einmal um die Welt reist ein T-Shirt, bevor es in unserem Kleiderschrank landet. Eine lange Geschichte vom Anbau der meist genmanipulierten Baumwolle in Indien, dem Spinnen und Weben, dem Färben mit giftigen Substanzen in China und dem deshalb verschmutzten Trinkwasser. Es ist eine Geschichte von überfüllten Nähfabriken in Bangladesch, von gefährlichen Sandstrahlmethoden, vom Verkauf in Europa und dem letzten Weg über die Altkleidersammlung in die ganze Welt. Unsere Kleiderproduktion ist längst zu einem global verflochtenen und komplexen System geworden. Das Ziel der Ausstellung ist, den PassantInnen anschauliche und knappe Daten und Fakten zu vermitteln, um sie auf Missstände in der Kleiderproduktion aufmerksam zu machen und sie zum Nachdenken anzuregen.
Die XXXL-Shirt-Ausstellung wurde im April 2016 anlässlich des „Fashion Revolution Day“ fertiggestellt. Dieser Tag wurde zur Erinnerung an den bisher schwersten Fabrikunfall in der Geschichte der weltweiten Kleiderproduktion ins Leben gerufen. Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesch die Kleiderfabrik Rana Plaza ein. Dabei wurden mehr als 1.100 FabrikarbeiterInnen getötet und über 2.400 verletzt. Der indirekte Aufruf der Ausstellung ist eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Kleiderindustrie und somit soll vermieden werden, dass solch ein Unglück erneut passiert.
Doch nicht nur Missstände sollen durch die „Fashion Revolution“-Ausstellung aufgezeigt werden, sondern auch Alternativen und Handlungsmöglichkeiten.
Die zehn XXXL-T-Shirts werden mit dem jeweiligen Ständer geliefert und können somit schnell und unkompliziert aufgebaut werden. Einige Aussagen auf den T-Shirts sind in Deutsch, einige in Italienisch. Die T-Shirts sind beidseitig bedruckt und können aufgrund der zwei unterschiedlichen Ausstellungsmodelle sowohl innerhalb eines Gebäudes als auch außerhalb aufgestellt werden.
Dauer:
nach Vereinbarung
Kosten:
nur Lieferung und Abholung
Für mehr Informationen oder zum Entleihen der Ausstellung kontaktieren Sie:
Verena Gschnell - oew-Organisation
für Eine solidarische Welt
verena.gschnell@oew.org,
Tel. 0472 208209 oder 333 3335241

Eine Zusammenarbeit von der oew-Organisation
für Eine solidarische Welt und dem Netzwerk der Südtiroler Weltläden

Weiterbildung
Jugend – Lebenswelt – Bildung

Interdisziplinäre Tagung
zur Jugendforschung in Österreich

Vom 16. bis zum 18. November 2017 findet an der Universität Innsbruck eine interdisziplinäre Tagung zum Thema „Jugend – Lebenswelt – Bildung. Perspektive für Jugendforschung in Österreich“ statt. Die Tagung möchte eine Plattform zur Darstellung der vielfältigen Aktivitäten in der österreichischen Jugendforschung bieten und unter Einbeziehung verschiedener Disziplinen und Schwerpunktsetzungen zur Vernetzung der Jugendforschung in Österreich beitragen.
Die Tagungsthemen umfassen alle für die Lebenswelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen relevanten Bereiche, inklusive ihren Bezug zu Bildung: Sozialisation, Werte, Übergänge in Arbeit und Beruf, Partizipation, Sexualität, Partnerschaften, Gesundheit, Jugendarbeit, Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf, Jugendhilfe, Inklusion, Delinquenz, soziale Gerechtigkeit, soziale Mobilität, Migration und Flucht.
Mit der Tagung sollen ein nachhaltiger Dialog zwischen Forschung, Politik und Praxis im Bereich der Jugendarbeit und Jugendhilfe unterstützt und gemeinsame Perspektiven für die Jugendforschung in Österreich entwickelt werden. Die Gründung eines „Netzwerkes Jugendforschung“ oder einer „Österreichischen Gesellschaft für Jugendforschung“ können dabei mögliche Ergebnisse sein.
Neben ForscherInnen (inklusive NachwuchsforscherInnen) möchte die Tagung insbesondere auch PraktikerInnen in der Jugendarbeit, Jugendliche und VertreterInnen von Jugendpolitik und Jugendbehörden ansprechen.
Organisiert wird die Tagung vom Institut für Erziehungswissenschaft und vom Forschungszentrum „Bildung – Generation – Lebenslauf“ der Universität Innsbruck in enger Zusammenarbeit mit den erziehungs- und bildungswissenschaftlichen Instituten der Universitäten von Graz, Klagenfurt und Salzburg sowie der Fachhochschule St. Pölten GmbH, dem Institut Sozialpädagogik Stams, dem SOS-Kinderdorf Österreich und der Sektion „Sozialpädagogik“ der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen. Die Tagung wird u.a. vom Bundesministerium für Familien und Jugend und vom Land Tirol unterstützt.
Tagungsbeiträge können bis zum 15. Mai 2017 eingereicht werden.
Weitere Informationen zur Tagung sind verfügbar unter:
www.uibk.ac.at/iezw/tagung-jugendforschung