Themenparcours

Flucht und Asyl

globales Phänomen mit lokalen Auswirkungen
Entleihbare Wanderausstellung
In Zusammenarbeit mit einer 4. Klasse des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums Brixen hat die oew-Organisation für Eine solidarische Welt in der 1. Jahreshälfte 2017 die Ausstellung „Flucht und Asyl – globale Phänomene mit lokalen Folgen“ entwickelt.
Mit dem Blick auf die Flüchtlinge greift die Organisation ein Thema auf, das Südtirol erst seit kurzer Zeit betrifft und hier nicht selten Unsicherheiten und Ängste hervorruft. Der Gefahr, dass hitzige Diskussionen um die sogenannte Flüchtlingskrise von Vorurteilen gespickt ins Populistische abschwenken, begegnet dieses Projekt mit der Aufbereitung von Informationen.
So erklärt die Ausstellung in fünf Kapiteln, was die Unterschiede zwischen MigrantInnen, Flüchtlingen und AsylbewerberInnen sind, sie geht auf wesentliche Fluchtursachen ein, zeigt auf, wie viele Menschen sich weltweit auf der Flucht befinden, wie viele von ihnen nach Europa, Italien und Südtirol reisen und wie sich ihre Flucht gestaltet. Außerdem lenkt sie den Blick auf die Aufnahme und das Asylsystem in Italien und wirft darüber hinaus die Frage nach möglichen Wegen zu einer erfolgreichen Integration von Hinzukommenden auf. Auf Basis dieser Informationen möchte die Ausstellung abschließend dazu anregen, gesellschaftliche Veränderungsprozesse (wie Migrationsbewegungen) zu reflektieren und mögliche Zukunftsmodelle des sozialen Miteinanders zu entwerfen, in denen Vielfalt als Bereicherung für alle Beteiligten verstanden und die entsprechenden Rahmenbedingungen erdacht werden.
Die Ausstellung auf Stellwänden beinhaltet eine durchlaufende, informative Text­ebene, wissenschaftliche Vertiefungen in einzelne Aspekte, Erfahrungsberichte und Abbildungen. Sie kann von Mittel-, Berufs- und Oberschulen, Vereinen und anderen Bildungseinrichtungen für einen Monat oder länger ausgeliehen werden. Dabei werden die EntleiherInnen zunächst von einem/r MitarbeiterIn der oew in die Inhalte der Ausstellung eingeführt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Inhalte der Ausstellung aktiv mitzugestalten.
Zum Entleihen der Ausstellung für einen oder
mehrere Monate kontaktieren Sie bitte:
Adrian Luncke - oew-Organisation für Eine solidarische Welt
adrian.luncke@oew.org, 0472-208208
Kosten:
Fahrtkosten für Liefern und Abholen der Ausstellung | Honorar für Einführung: 40 € (ca. 1 Stunde)

Themenparcours

Fashion Revolution

Wanderausstellung zur weltweiten Bekleidungsindustrie
Wie viel verdient eine Näherin in Bangladesch? Wo wird Baumwolle angebaut und wie viel wird gespritzt? Welchen Weg legt das T-Shirt zurück, um in unserem Kleiderschrank zu landen und auf welche Siegel können wir achten?
zehn übergroße T-Shirts geben Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen.
Einmal um die Welt reist ein T-Shirt, bevor es in unserem Kleiderschrank landet. Eine lange Geschichte vom Anbau der meist genmanipulierten Baumwolle in Indien, dem Spinnen und Weben, dem Färben mit giftigen Substanzen in China und dem deshalb verschmutzten Trinkwasser. Es ist eine Geschichte von überfüllten Nähfabriken in Bangladesch, von gefährlichen Sandstrahlmethoden, vom Verkauf in Europa und dem letzten Weg über die Altkleidersammlung in die ganze Welt. Unsere Kleiderproduktion ist längst zu einem global verflochtenen und komplexen System geworden. Das Ziel der Ausstellung ist, den PassantInnen anschauliche und knappe Daten und Fakten zu vermitteln, um sie auf Missstände in der Kleiderproduktion aufmerksam zu machen und sie zum Nachdenken anzuregen.
Die XXXL-Shirt-Ausstellung wurde im April 2016 anlässlich des „Fashion Revolution Day“ fertiggestellt. Dieser Tag wurde zur Erinnerung an den bisher schwersten Fabrikunfall in der Geschichte der weltweiten Kleiderproduktion ins Leben gerufen. Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesch die Kleiderfabrik Rana Plaza ein. Dabei wurden mehr als 1.100 FabrikarbeiterInnen getötet und über 2.400 verletzt. Der indirekte Aufruf der Ausstellung ist eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Kleiderindustrie und somit soll vermieden werden, dass solch ein Unglück erneut passiert.
Doch nicht nur Missstände sollen durch die „Fashion Revolution“-Ausstellung aufgezeigt werden, sondern auch Alternativen und Handlungsmöglichkeiten.
Die zehn XXXL-T-Shirts werden mit dem jeweiligen Ständer geliefert und können somit schnell und unkompliziert aufgebaut werden. Einige Aussagen auf den T-Shirts sind in Deutsch, einige in Italienisch. Die T-Shirts sind beidseitig bedruckt und können aufgrund der zwei unterschiedlichen Ausstellungsmodelle sowohl innerhalb eines Gebäudes als auch außerhalb aufgestellt werden.
Dauer:
nach Vereinbarung
Kosten:
nur Lieferung und Abholung
Für mehr Informationen oder zum Entleihen der Ausstellung kontaktieren Sie:
Verena Gschnell - oew-Organisation
für Eine solidarische Welt
verena.gschnell@oew.org,
Tel. 0472 208209 oder 333 3335241

Eine Zusammenarbeit von der oew-Organisation
für Eine solidarische Welt und dem Netzwerk der Südtiroler Weltläden