Themenparcours

„Bittersüße Bohnen: Kaffee und Kakao“

Ausstellung mit Führungen Mo, 12. Juni – So, 9. Juli 2017
Palmenhaus Innsbruck, Ecke Rennweg/Karl-Kapferer-Straße
Geöffnet:
täglich 9:00 – 17:00 Uhr
Eintritt:
3 Euro / 2 Euro ermäßigt
Die Sonderausstellung in der wunderbaren Welt des Innsbrucker Palmenhauses richtet den Blick auf diese besonderen Bohnen und die Menschen, die sie kultivieren. Schritt für Schritt werden die Produktionswege von Kaffee und Kakao veranschaulicht und begreifbar gemacht sowie ökologische, soziale und kulturelle Zusammenhänge beleuchtet.


Ausstellungseröffnung „Bittersüße Bohnen: Kaffee und Kakao“
Mo, 12. Juni 2017, 18:30 Uhr
Nach einem Impuls-Vortrag von Christopher Tankou (Agrarwissenschaftler, Kamerun) wird zu einem Umtrunk geladen, der Eintritt ist frei.
INTERAKTIVE FÜHRUNGEN durch die Ausstellung
Kakao-Führung „Der Schokolade auf der Spur“:
für Jugendliche von 10 bis 18 Jahren
Kaffee-Führung „Bittersüße Bohnen“:
für Personen ab 14 Jahren
Terminvereinbarung:
Südwind Tirol, martin.haselwanter@suedwind.at, Tel.: 0512 / 58 24 18
Mindestgruppengröße: 12 Personen
Kostenbeitrag (inkl. Eintritt):
3 Euro/Jugendliche; 5 Euro/Erwachsene; Dauer: 60 min.
Organisation: Südwind Tirol in Kooperation mit dem Institut Innsbruck der Österreichischen
Bundesgärten und den Hofgartenfreunden.

Themenparcours

Genderparcours „mischen is possible“

Ein Parcours zur Rollenvielfalt von Mädchen und Jungen
Bewusstsein schaffen und Vielfalt fördern
Noch heute gibt es geschlechtsbedingte Benachteiligungen und individuelle Einschränkungen für Mädchen und Jungen. Strukturelle Benachteiligungen treffen Mädchen und Frauen immer noch stärker, doch auch Jungen und Männer werden in ihrer Entwicklung durch teilweise widersprüchliche Rollenerwartungen eingeschränkt.
Der dreistündige Parcours „mischen is possible 2.0“ wurde von der FUMA Fachstelle Gender in Nordrhein-Westfalen ausgearbeitet und weiterentwickelt und ist nun bereits in der 4. Auflage erschienen. Der interaktive Parcours für Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren regt Mädchen und Jungen an, sich mit den eigenen Rollenbildern und gesellschaftlichen Erwartungen zu beschäftigen. Sie werden mit Bildern, Zahlen und Fakten zur gesellschaftlichen Realität der Geschlechterverhältnisse konfrontiert.
Ziel des Parcours ist es, zugeschriebene Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit zu überprüfen und Denkprozesse zu initiieren, um Jugendliche die Vielfalt ihrer Entwicklungsmöglichkeiten vor Augen zu führen.
Der Genderparcours ist ein Streifzug durch den Dschungel der Gefühle und des Bewusstseins. Mädchen und Jungen werden mal getrennt voneinander, mal zusammen angeregt, sich mit Bildern und Vorurteilen und mit eigenen Einstellungen und Vorstellungen anderer zu beschäftigen. Anhand von Filmbeiträgen, Spielen und Aktionen können sie unterschiedliche Rollenvorstellungen erfahren und diskutieren. Die spielerische Herangehensweise macht das Thema spannend und leicht zugänglich.
Aufbau und Thematiken
Nach einem kurzen Kennenlernspiel wird im ersten Modul „Geschlechter(un)gerechtigkeiten“ mithilfe eines Filmbeitrages der Unterschied zwischen dem biologischen und dem sozialen Geschlecht (engl.: gender) erklärt. Zudem werden in der Gruppe einige Regeln und Zuschreibungen diskutiert, wie beispielsweise „Putzen ist Frauensache“ oder „Schwere körperliche Arbeit ist Männersache“. Es wird erklärt, dass der größere Teil der Geschlechterrollen nicht angeboren ist, sondern durch äußere Einflüsse gestaltet wird, wodurch sie auch veränderbar werden. Dabei spielen zum einen die Sozialisation und damit familiäre und gesellschaftliche Rollenerwartungen eine wesentliche Rolle, andererseits kommt der individuellen Selbstgestaltung ebenfalls ein großes Gewicht in der Ausgestaltung von Geschlechterrollen zu. Nach dem zweiten Filmbeitrag, bei dem nochmals genauer beleuchtet wird, welche Vor- und Nachteile man als Junge oder Mädchen hat, und in der Gruppe diskutiert wird, welche Gelegenheiten sie kennen, wo Frauen oder Männer bevorzugt oder benachteiligt werden, beginnt das Genderquiz. Bei diesem Quiz werden anhand des 1, 2 oder 3 Spiels unterschiedlichste Fakten zum Thema Gender vermittelt und mit Falschwissen aufgeräumt. Im zweiten Modul „Erwartungen“ geht es in einem weiteren Filmbeitrag um typisch männliche und weibliche Attribute und mögliche Reaktionen darauf, wenn sie nicht dem üblichen Geschlecht zugeordnet werden. Es geht um Rollen­erwartungen, Verhalten in der Gruppe, Mut zum Anderssein und Stress durch Erwartungen, die nicht den persönlichen Interessen und Bedürfnissen entsprechen. Im Anschluss wird die Gruppe geteilt und Mädchen und Jungs erhalten in getrennten Räumen eine Tafel mit den Satzanfängen „ich soll – ich darf – ich will“. Daraufhin sind sie gebeten, vorbereitete Aussagen zuzuordnen, welche nachher in der gesamten Gruppe besprochen werden. Dabei soll vor allem herausgearbeitet werden, welche Aussagen von außen vorgegebenen Rollenerwartungen entsprechen und welche die eigentlichen persönlichen Bedürfnisse sind.
Das Thema der Rollenvielfalt wird im dritten Modul besprochen. Begriffe wie Transgender, Transvestit, transsexuell, intersexuell usw. werden anhand von Bildern genauer erklärt. In einem letzten Filmbeitrag beleuchten Jugendliche durch kurze Statements Aspekte der Verteilung von Haushalts- und Erwerbsarbeit. Jede/r kann sich daraufhin Gedanken machen, wie ihre/seine ganz persönliche weibliche/männliche Hauptrolle in der Zukunft aussehen soll.
Es ist wichtig, sich mit Bildern und Vorurteilen, mit Erwartungen von anderen und den eigenen Einstellungen zu beschäftigen und Klischees zu hinterfragen. Bei einer weiteren Aufgabe sind die SchülerInnen gebeten, vorbereitete Aussagen auf einer Skala von gerecht bis ungerecht aufzulegen. Diese werden nachher in der Gruppe diskutiert und kritisch hinterfragt.
Am Ende des Genderparcours angelangt, werden die SchülerInnen in einer Abschlussrunde um ein Feedback gebeten und mit dem Succus des Parcours „Mut zum Anderssein“ verabschiedet.
Kontakt
Jugendzentrum „Kass“,
Brunogasse 2
39042 Brixen
Tel. +39 0472 279 902
Email: barbara@jukas.net