Verschiedenes

Glanzleistung

Jugendliche Freiwillige ausgezeichnet
LH Platter und LRin Palfrader verliehen gemeinsam mit VertreterInnen der Südtiroler Landesregierung die Auszeichnung „Glanzleistung“ an insgesamt vier Jugendorganisationen – FOTO: LPA/Seehauser
Tirol und Südtirol haben am 6. Mai erstmals die gemeinsame Landesauszeichnung „Glanzleistung – das junge Ehrenamt“ an vier Jugendorganisationen verliehen. Die Auszeichnung wird an Organisationen verliehen, deren Tätigkeit in der Förderung von Jugendlichen und Jugendprojekten besteht. Auf Basis dieser Voraussetzungen wurde die Jugendplattform Next, der Tiroler Jugendbeirat, die Katholische Jungschar Südtirol und die Südtiroler Feuerwehrjugend geehrt.
Die beiden Landeshauptleute messen der ehrenamtlichen Tätigkeit der Jugendlichen und jener der JugendbetreuerInnen einen unschätzbaren Wert bei. Junge Leute seien voller Ideale. Diese zu stärken sei für ihre Persönlichkeitsentwicklung wie für das Verantwortungs- und das Selbstwertgefühl wichtig, betonten die Landeshauptleute bei der Preisübergabe.
Die „Glanzleistung“ versinnbildlichen soll auch die von Tirol und Südtirol gemeinsam entworfene Auszeichnung, die aus einem Swarovski-Kristall und einem Steinsockel aus Granit besteht, der dem Aushub des Brennerbasistunnels entstammt und das Verbindende zwischen den Ländern symbolisiert. Der Preis soll nunmehr jährlich vergeben werden.
Die ausgezeichneten Projekte: Plattform Next und der Tiroler Jugendbeirat
Von Tiroler Seite wird mit dem Jugendbeirat einerseits eine Institution ausgezeichnet, die die Vielfalt der Jugendorganisationen in Tirol repräsentiert; mit der unabhängigen Jugendplattform NEXT andererseits eine erfolgreiche regionale Initiative aus dem Wipptal. Der Verein Next fungiert als Sprachrohr und Interessenvertretung junger Menschen im Wipptal. Durch das Engagement und die Partizipation Jugendlicher werden die Lebensqualität und das Zusammenleben in der Region und in den Gemeinden gefördert. Zu ihren Initiativen zählen die Unterstützung junger KünstlerInnen, ein Projekt zum Thema Abwanderung junger Menschen oder die Herausgabe eines interkulturellen Kochbuchs.
Die Installierung des Tiroler Jugendbeirats wurde im Jahr 2009 im Tiroler Landtag beschlossen – als Geschäftsstelle des Beirats dient der Bereich Jugend der Landesabteilung Gesellschaft und Arbeit. Seit Beginn des Jahres 2016 ist er gesetzlich im Tiroler Jugendförderungs- und Jugendschutzgesetz verankert, bei dessen Novellierung der Jugendbeirat eine beratende Funktion einnahm. Auch als Ideengeber für die Tiroler Jugendstudie im Jahr 2012 sowie für Projekte wie „Glanzleistung“ und „frei.willig“ leistete er einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Jugendpolitik.

Verschiedenes

Gegen das Vergessen

Tiroler PfadfinderInnen und Kinderfreunde setzen ein Zeichen gegen das Vergessen
Ein Teil der PPÖ-Delegation aus 
Oberösterreich, Niederösterreich, Wien 
und Tirol auf der Todesstiege. – FOTO: Landesjugendrat Tirol/PPÖ
Am 5. Mai 1945 befreiten US-Truppen das KZ Mauthausen. Jährlich gedenken Tausende den Opfern und der Befreiung. Die österreichischen Jugendverbände gehören zum traditionellen TeilnehmerInnenkreis. Das von der Bundesjugendvertretung (BJV) organisierte Jugendgedenken beginnt jedes Jahr im Steinbruch und führt zum Kinder- und Jugenddenkmal. BJV-Vorsitzende Julia Heer betonte dort in ihrer Rede unsere Pflicht zur Erinnerung. Das gemeinsame Gedenken der Jugendverbände führt das Erbe der Überlebenden fort. 1938 begegneten sich als Häftlinge in Dachau JugendführerInnen aus dem sozialdemokratischen und katholisch-konservativen Milieus sowie PfadfinderführerInnen. 1945 brachten sich mit Johann Ringer und Max Kellner zwei KZ-Überlebende maßgeblich in den Wiederaufbau der Tiroler Pfadfinder ein. „17 Jugendliche sind von uns dabei“, erzählt Sandra, Pfadfinderin aus Innsbruck. Am „VorTag“ in Linz bereiteten sich die PfadfinderInnen inhaltlich vor. Dabei blickten sie nicht nur zurück. Die Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Vielfalt spielte eine zentrale Rolle. Aus Tirol waren auch die Kinderfreunde dabei.
Philipp Lehar
Mitglied der Landesleitung der Tiroler
Pfadfinder und Pfadfinderinnen