Helfen ohne Grenzen

Helfen ohne Grenzen

Bericht | 2016

Sonstiges
The Happy Tailor Nähwerkstatt
Was Wir Tun
Schuluniformen sind für die Flüchtlingskinder in Thailand sehr wichtig: Sie schenken ihnen Identität und sie bieten ihnen Schutz. Die Uniformen zeigen, dass die Kinder eine Schule besuchen, d.h. dass sie dort zugehörig sind und sie dort täglich jemand erwartet. Das Tragen einer Uniform verhindert, dass sie als Illegale von der Polizei verhaftet werden. Zudem schützt es sie, Opfer von Menschenhändlern zu werden. Oft ist die Schuluniform das beste Kleidungsstück der Kinder, und die Schüler tragen diese mit Stolz.

Deshalb haben wir 2008 „The Happy Tailor“ gegründet. In unserer Nähwerkstatt werden seitdem nicht nur sämtliche Schuluniformen für Kinder und Lehrer aller 16 Ray of Hope Schulen genäht. Die Werkstatt ermöglicht es uns auch, Flüchtlings- und Migrantenfrauen aus Myanmar einen sicheren Job unter fairen Arbeitsbedingungen zu bieten.

Seit dem Beginn ist die Nähwerkstatt stetig gewachsen und produziert mittlerweile eine Vielzahl an Kleidungsstücken, Taschen, Decken und Vorhängen. Die Qualität der Produkte ist hochwertig und die Preise liegen aufgrund der fairen Bezahlung der Mitarbeiter höher als die des lokalen Marktes. Es werden immer mehr Bestellungen von außerhalb angenommen, um Einkommen zu generieren. Mit diesen externen Aufträgen konnte die Nähwerkstatt im vergangenen Jahr 104.379 Baht (ca. 2.670 €) erwirtschaften. Der größte Auftrag kam von der Organisation ActNow, die die Produktion von weiteren 5.000 „Happy Bag“ Schultaschen in Auftrag gab.

Zudem finden in den Räumlichkeiten der Nähwerkstatt regelmäßige Weiterbildungen und Trainings statt. Derzeit arbeiten zwölf Frauen in unserer Happy Tailor Nähwerkstatt. Sie haben 2016 mehr als 3.500 Schuluniform-Sets genäht.
Produkte Anzahl Produkte
2014
Anzahl Produkte
2015
Anzahl Produkte
2016
Schuluniformen (Sets für Schüler und Lehrer) 1.804 2.594 3.545
Bestellung diverser Organisationen/Kunden 1.638 3.598 6.196
Bestellungen Rays of Youth 176 107 884
Bestellungen aus Südtirol 916 845 1.397
Sportuniformen 2.316 - -
Gesamt 6.850 7.144 12.022
Unsere Ziele
Einkommen generieren, insbesondere für Flüchtlingsfrauen;

Schaffung eines sicheren Arbeitsumfeldes und fairer Arbeitsbedingungen;

Nähkurse für Eltern, Lehrer und Schüler aus Flüchtlingsschulen;

Produktion der Schuluniformen für Schüler und Lehrer unserer 16 Ray of Hope Schulen.

Dankeschön!

Wir möchten uns sehr herzlich bei Hanns Engl Werkzeugbau OHG für die Unterstützung der Nähwerkstatt bedanken!

2016 haben wir 66.193 € oder 11,5% der Gesamtausgaben in unsere Nähwerkstatt The Happy Tailor investiert.

Ernährung und Landwirtschaft
Aufgrund struktureller und finanzieller Veränderungen hat die „yummy!“ Küche ihren Betrieb Ende März 2016 eingestellt. Bis dahin haben wir 8 Schulen und 5 Schülerheime im Großraum Mae Sot mit gesunden und ausgewogenen Mahlzeiten versorgt. Das waren von Jänner bis April 120.744 Mahlzeiten. Nach wie vor beliefern wir unsere Schülerheime mit Reis, da die Heimkinder drei Mal täglich eine warme Mahlzeit bekommen.

Da der Pachtvertrag des derzeitigen Grundstückes im September 2017 auslaufen wird, haben wir bereits 2016 begonnen, die landwirtschaftlichen Aktivitäten in unsere Schulen zu verlagern, anstatt zentral einen Garten anzulegen. Die erzielten Ernten und deren Verkauf tragen zum Einkommen der Schulen bei.

Wir halfen den Schulen Gärten anzulegen und führten Seminare für Lehrer und Eltern durch, wie man verschiedene Obst- und Gemüsesorten sät, pflegt und erntet.

Neben landwirtschaftlichen Aktivitäten halten einige Schulen auch Tiere, z.B. Hühner, Gänse, Schweine oder einen Fischteich. Die Eier und die Tiere decken entweder den eigenen Bedarf oder werden verkauft. Initiativen, die zur Selbstfinanzierung der Schulen beitragen, sind sehr wichtig, um den Kindern nachhaltig den Zugang zu Schulbildung zu ermöglichen.

Danke!
Wir möchten uns sehr herzlich bei der Familie Zeschg für die Unterstützung des Landwirtschaftsprojektes bedanken!

2016 haben wir 38.489 € oder 6,6% der Gesamtausgaben in unsere Programme Ernährung und Landwirtschaft investiert.