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Tore für die Freiheit: Wie Indiens Mädchen am Fußballplatz gegen die Kinderehe kämpfen
// Marlene Erschbamer //

Fußball und Mädchenrechte © Robert So - pexels
In Indien sind Kinderehen trotz Verbots bittere Realität. Neben tief verwurzelten Traditionen ist häufig Armut ein Grund: Töchter werden als finanzielle Belastung wahrgenommen, die durch eine frühe Heirat „beseitigt” wird. Doch Mädchen wie die 15-jährige Nisha setzen ein Zeichen des Widerstands. Als sie im Alter von 14 Jahren verheiratet werden sollte, sagte die Spielerin des Rajasthan-Fußballteams mutig „Nein“. Ihr radikaler Protest: Sie schnitt sich die Haare kurz – ein offener Bruch mit dem traditionellen weiblichen Schönheitsideal und ein leidenschaftliches Bekenntnis zu ihrem Sport. Auch die 19-jährige Munna entkam rechtzeitig einer allzu frühen Ehe. Heute fördert sie als Trainerin junge Mädchen im Fußball und sensibilisiert diese gleichzeitig für ihre Rechte. Auf dem Spielfeld kämpfen die Fußballerinnen gemeinsam gegen veraltete gesellschaftliche Zwänge und für eine selbstbestimmte Zukunft.

