Aktuell

In memoriam Bruna Stefani

Ihr Lachen wird allen in Erinnerung bleiben. Bruna Stefanis gute Laune war ansteckend, ihr Einsatz unermüdlich. Wo es etwas zu tun gab, packte Bruna mit an. Immer war sie im Einsatz, seit mehr als 17 Jahren, aber für die Vorstandswahlen wollte sie nie kandidieren.

Bruna Stefani war eines der ersten italienischen Mitglieder der Krebshilfe im Bezirk Brixen – Eisacktal. Auch wenn sie kein deutsch sprach, war sie bestens integriert und allseits beliebt. Sie liebte die Gesellschaft und war immer bereit mitzuhelfen. Die gute Seele jeden Treffens. Müdigkeit kannte sie nicht, ob es nun galt die Rosen für den Verkauf zu konfektionieren oder den Weihnachtsmarkt vorzubereiten. Egal, was organisiert wurde im Bezirk, Bruna packte mit an, wo sie konnte.
In der Weihnachtszeit verschwand Bruna für Stunden in ihrer Küche. Ihre Kekse waren berühmt nicht nur unter den Mitgliedern der Krebshilfe. Auch ihre Nachbarn erhielten jedes Jahr ihr Päckchen. Vor mehr als 17 Jahren erkrankte Bruna Stefani zum ersten Mal. Damals musste sie für die Strahlentherapie noch jeden Tag bis Trient fahren. Dann nichts mehr bis vor zwei Jahren. Am 3. September ist Bruna Stefani verstorben. Im November wäre sie siebzig Jahre alt geworden.

Aktuell

Das Eggental

Landschaften Menschen Kultur - Bildband

Es zählt nicht zu den Highlights, wenn man von Südtirol spricht, das Eggental. Bis zum Bau der Straße durch die enge, wildromantische Schlucht 1860 im Dornröschenschlaf in seiner Abgeschiedenheit, nur über alte schmale Wege zu erreichen.
Noch bis heute hat sich das Eggental diesen Charme zu bewahren gewusst. Abgeschieden, rau, auf den ersten Blick vielleicht sogar abweisend. Aber hier wächst der schönste Wald Südtirols. Hier stehen zwei sagenumwobene Bergketten, die zu den schönsten der Dolomiten zählen, Rosengarten und Latemar. Hier liegt, versteckt inmitten von Fichten einer der schönsten Seen der Alpen, der Karersee. Seine Naturdenkmäler, seine Kunstschätze, seine unberührte Natur, seine Landschaften, seine Dörfer, seine Menschen.
Ein lebendiges Tal, in dem auch junge Menschen Wurzeln schlagen, eine blühende Wirtschaft und ein Tourismus, der das rechte Maß zu halten weiß. Eine Entdeckungsreise in Bildern und Worten durch das Eggental.
Man verzeihe mir diese Eigenwerbung. Fast ein Jahr lang habe ich zusammen mit dem Fotografen Othmar Seehauser, ein gebürtiger Welschnofner, unterstützt von Jul Bruno Laner, an diesem Projekt gearbeitet, haben wir das Eggental und seine drei Gemeinden, Deutschnofen, Karneid und Welschnofen durchquert. Immer wieder. Auf der Suche nach Motiven und Geschichten. Auf der Suche nach dem Typischen, nach dem ganz eigenen Zauber, der das Eggental so besonders macht. Herausgekommen ist ein Bildband mit Texten, der im Dezember bei Tappeiner/Athesia erscheint, auf Deutsch und auf Italienisch.

nd