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Die Chance

Die Chance

Nr. 1 | 2017

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Nr. 1 | 2017
Ein schweres Geschenk
Ochsenversteigerung: Der höchste je erzielte Preis geht an die Krebshilfe
Er heißt Amadeus, wiegt 800 kg und hat dem Bezirk Pustertal 10.396 € eingebracht. Das ist der höchste je erzielte Preis bei der traditionellen Oster-Ochsenversteigerung in St. Lorenzen
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Fotos: Othmar Seehauser
Ferdinand Seiwald, langjähriger Züchter von Gsieser Ochsen, hat in diesem Jahr wieder an jene gedacht, die durch die Krankheit in Not geraten sind und der Krebshilfe den Erlös für einen der versteigerten Ochsen zugedacht. Und das nicht zum ersten Mal. Auch in der Vergangenheit hat Seiwald bereits mehrmals den Erlös eines zu versteigernden Ochsen der Krebshilfe gespendet.

Die Ochsenversteigerung in St. Lorenzen wird vom Viehvermarktungskonsortiums Kovieh organisiert und ist jedes Jahr ein großes Volksfest. Züchter und Käufer treffen aufeinander und auch viele Zuschauer kommen, um der Versteigerung beizuwohnen und um zu feiern. Es wird begutachtet und gehandelt, aber es gibt auch Musik, Tirtlen und andere Spezialitäten.

Die Ochsen werden von ihren Besitzern liebevoll gestriegelt und hergerichtet, bevor sie in die Arena zur Versteigerung geschickt werden. Ein trauriges Schicksal erwartet sie, das ist wahr. Aber immerhin haben sie bis dahin mindestens zwei Sommer auf einer Alm im Gsiesertal verbringen können, im Fall von Amadeus war das die Kämpflealm. Ersteigert hat ihn Aspiag – Despar, seit Jahren einer der größten Abnehmer der wertvollen Ochsen.

Die Gsieser Ochsen müssen den Rassen Fleckvieh oder Pinzgauer angehören, in Gsies geboren und auch dort aufgewachsen sein, mindestens 650 Kilogramm Lebendgewicht auf die Waage bringen und während ihres Lebens mindestens zweimal den ganzen Sommer auf der Alm verbracht haben.

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